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Großer Andrang bei der Altpapier-Entsorgung in Dormagen

Neue Regelung in Dormagen : Dormagener bringen freudig ihren Müll weg

Nach dem Altpapier-Streit kamen viele gern direkt zum EGN-Container.

Es scheint eine gute Lösung gefunden worden zu sein: Die Stadt Dormagen und Abfallentsorger EGN haben sich darauf verständigt, dass ab diesem Monat zunächst für die Dauer von einem halben Jahr an jedem ersten Samstag an fünf verschiedenen Standprten zu festen Uhrzeiten die Möglichkeit besteht, sein Altpapier zu entsorgen. Und Christoph Kropp, Leiter der EGN-Betriebsstätte Neuss, und sein Team waren am vergangenen Samstag begeistert von dem regen Zulauf: „Unsere erste Station war der Schützenplatz in Dormagen, dort wurden wir bereits von den Menschen erwartet. Es hat keine zehn Minuten gedauert, da war der Container bereits halb voll.“

Weil sie nicht überblicken konnten, mit wie vielen Menschen und Mengen zu rechnen sei, starteten sie mit zwei großen LKW, von denen einer alleine acht Tonnen Altpapier fassen kann. „Das ist eine unvorstellbare Zahl. Die genaue Kubikmeterzahl können wir allerdings erst im Lauf der Woche nennen“, so Kropp.

Um die Mittagszeit erwarteten die EGN-Mitarbeiter dann die Stürzelberger auf dem Schulparkplatz, bevor es weiter ging nach Nievenheim. Dort ist der Salvatorplatz die Anlaufstelle. Pünktlich um 12.30 Uhr parkte auch Danny Brinkmann sein Auto in der Nähe des Lkw. „Wir haben gerade groß bei Ikea eingekauft“, erzählte er lachend. „Deswegen und weil wir vier Personen in unserem Haushalt sind, weiß ich es sehr zu schätzen, dass diese zusätzliche Ensorgungsmöglichkeit angeboten wird. Sonst hätten wir die Pappe wieder wochenlang im Keller lagern und Stück für Stück wegwerfen müssen.“ Es komme ohnehin häufiger im Jahr vor, dass seine Familie mit dem Fassungsvermögen der Grünen Tonne an ihre Grenzen stoße.

Immer wieder parken Nievenheimer, laden Kartons von Mikrowellen, Fernsehern und Co. aus, diese werden von den hilfsbereiten EGN-Mitarbeitern in Empfang genommen. Kurzer Prozess.

Etwas länger dauerte es bei Renate Oeynhausen und ihrem Mann aus Gohr: Im Kofferraum und auf den Rückbänken stapelte sich die Pappe. „Wir haben jetzt extra eine Woche lang gesammelt, weil wir fest eingeplant hatten, unser Altpapier hier zu entsorgen. Das ist eine wirklich gelungene Aktion“, lobte die Gohrerin. „Schließlich wird die Grüne Tonne nur alle vier Wochen geleert, da ist diese Ergänzung hilfreich und sinnvoll.“

Das Ehepaar lege generell großen Wert auf eine sorgfältige Mülltrennung. „Wir zerkleinern die Pappe auch sehr akribisch – das entfällt natürlich, wenn wir sie direkt am EGN-Lkw abgeben können. Ich betrachte das als ein Entgegenkommen der Stadt. Ich hoffe, dass sich diese Aktion rentiert und durchsetzt.“

Auch Heinz Esser aus Ückerath brachte sein Altpapier am vergangenen Samstagmittag nach Nievenheim. „Das ist zwar eine große Hilfe, aber auch etwas umständlich“, sagte er. „Dass man ausgerechnet samstags lediglich ein Zeitfenster von nur einer Stunde hat, in der man oft auch andere Sachen zu tun hat, ist etwas ungünstig. Aber es ist besser als nichts – und solange keine andere, bessere Lösung gefunden wird, nehme ich das Angebot gerne in Anspruch“, ergänzt Esser.