Feuerwehr Dormagen: 8,2 Millionen Euro für Ausrüstung und Gerätehäuser

Feuerwehr Dormagen : Dormagen investiert in die Feuerwehr 8,2 Millionen Euro

Gerätehäuser werden gebaut, die Technik wird aufgerüstet.

In den nächsten beiden Jahren investiert die Stadt 8,2 Millionen Euro in Ausrüstung und Gerätehäuser der Feuerwehr. Das freut deren Chef Bernd Eckhardt sehr: „Ich bin sehr froh, dass in Dormagen Politik und Stadtverwaltung die Notwendigkeit sehen, in die Feuerwehr zu investieren.“ 3,4 Millionen Euro stehen im Doppelhaushalt 2019/2020 für die Ausrüstung zur Verfügung, dazu 4,8 Millionen Euro für die Erweiterung und Sanierung der Gerätehäuser im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs.

Jeder Cent sei gut angelegt, betonte Bürgermeister Erik Lierenfeld beim Ehrungsabend: „Investitionen in die Feuerwehr sind Investitionen in die Sicherheit der Menschen.“ Das speziell für die Altstadt angefertigte Klein-Löschfahrzeug für Zons ist schon angekommen – am Ende eines arbeitsreichen Jahres mit 15 Prozent mehr Einsätzen (1267), drei Großbränden und dem Sommer-Gieß-Einsatz für Bäume.

Eckhardt kann nicht verhehlen, dass es den Löschkräften mitunter nicht schnell genug mit der Umsetzung der Gerätehaus-Pläne geht. Der Feuerwehr-Leiter zeigt aber Verständnis: „Wir sehen natürlich auch die anderen nötigen Bauten, wie Kindergärten, und dazu die momentane Bau-Hochkonjunktur, was zu Verzögerungen führt.“ Trotzdem wären die Feuerwehrkräfte froh, wenn die Restarbeiten am Anbau in Straberg beendet und mit dem Erweiterungsbau in Nievenheim begonnen werden könnte. Auch diese Arbeiten sind im Haushalt genehmigt, jetzt stehen Detailplanung und Ausschreibung an.

Für 2019 ist ein neuer
Rüstwagen bereits beauftragt

Ebenfalls 2019 soll es in Delhoven weitergehen – „unser größtes Sorgenkind, was die Raumsituation betrifft“, so Eckhardt. Dort hat sich die Stadt mit Kirche und Schützen auf ein gemeinsam unterstütztes Konzept geeinigt. Als viertes Projekt steht der Neubau des Stürzelberger Feuerwehrgerätehauses auf dem Plan: Weitere Planungen betreffen die Hauptwache an der Kieler Straße, die mehr Räume und eine technische Aufrüstung benötigt, wie der Feuerwehr-Chef erläutert: „Wir platzen aus allen Nähten. Die erforderlichen zusätzlichen Mitarbeiter für den Brandschutz sowie die neue Technik verlangen dringend mehr Platz.“ Für 2019 ist ein neuer Rüstwagen bereits beauftragt, ein Löschfahrzeug und ein Einsatzleitwagen für die Hauptwache werden bald erwartet. „Mit den drei neuen Mannschaftsfahrzeugen wird 2019 der Austausch der alten Bullys vollzogen sein“, so Eckhardt.

In Geräte wie einen neuen Prüfstand für Atemschutzgeräte, eine Wärmebildkamera, Sprungpolster und in neue Schutzanzüge werden in den nächsten beiden Jahren 288 600 Euro investiert. 2020 stehen neue hydraulische Fahrtragen und ein neuer Rettungswagen auf dem Plan.

Die Feuerwehr bildet Rettungssanitäter und nun auch Notfallsanitäter selbst aus, was zwar mehr Ressourcen, aber auch eine Refinanzierung der Ausbilderkosten durch die Krankenkassen bedeutet.

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