Dormagener Moschee geschändet - Spontane Kundgebung für Toleranz

Dormagener Moschee geschändet - Spontane Kundgebung für Toleranz

Dormagen. Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag den Neubau der Moschee an der Rosellener Straße beschmiert. Nach Polizeiangaben wurden am Sonntagmorgen an dem Rohbau zahlreiche Hakenkreuze und fremdenfeindliche Sprüche entdeckt.

Die Tatzeit liegt vermutlich zwischen Samstag, 22.30 Uhr, und Sonntag, 8.30 Uhr. Der Staatsschutz Düsseldorf hat eine Ermittlungsgruppe eingesetzt.

Für Zeugenhinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf eine Belohnung in Höhe von 1500 Euro ausgelobt. Die Polizei ist zu erreichen unter 02131 / 3000.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) zeigte sich in einer Mitteilung entsetzt über den Vorfall. Er betonte, dass im Rhein-Kreis Neuss kein Platz für die Verbreitung von fremdenfeindlichen Parolen oder die Verherrlichung der nationalsozialistischen Vergangenheit sei.

Am Sonntagnachmittag kamen an dem Moschee-Neubau nach Schätzung der Polizei etwa 150 Menschen zu einer Kundgebung für Toleranz zusammen. Zu der Aktion hatte Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) aufgerufen. dpa/Red