Giftköder in Dormagen „Makina hat nur knapp überlebt“

Hackenbroich · Sie sind klein und fies: Giftköder. Es ist nicht das erste Mal, dass solche Köder ausgelegt werden und dass ein Hund fast daran gestorben wäre.

Nochmal Glück im Unglück: Der Labrador-Rüde Makani überlebte einen Giftköder.

Nochmal Glück im Unglück: Der Labrador-Rüde Makani überlebte einen Giftköder.

Foto: Ute Missbach

(alem) Am Mittwoch gegen 17 Uhr passiert es. Der Labrador-Rüde Makina und sein Herrchen Peter Missbach gehen wie immer spazieren. Am Waldeingang in Höhe Neckarstraße/Aggerweg frisst der schwarze Rüde etwas vom Wegesrand. Zunächst scheint alles wie immer. Doch drei Stunden später ist alles anders.

„Makina begann zu krampfen, erbrach sich und zitterte am ganzen Körper. Dann verdrehte er auch noch die Augen und konnte nicht mehr laufen“, berichtet Ute Missbach immer noch sichtlich geschockt. Sie tut das einzig Richtige und rast in die Tierklinik Stommeln. Dort wird Makina gerettet. Es ist nicht das erste Mal, dass in Dormagen Giftköder ausgelegt werden.

Bereits 2018 wurden in Hackenbroich Fleischbällchen mit grüner Substanz ausgelegt. Auch hier handelte es sich um Giftköder, vor denen sogar die Stadt warnte. Im vergangenen Jahr legten Hundehasser besonders perfide Köder aus. Versteckt in einem Gebüsch in der Zonser Heide findet eine Spaziergängerin mehrere aufgeschnittene Würste, an denen ihre Cocker-Spaniel-Hündin Rosie schnüffelt. Erst auf den zweiten Blick bemerkt die Hundebesitzerin, dass das Fleisch mit Reißzwecken gespickt ist und so zu einem lebensgefährlichen Köder für Tiere aller Art werden kann.

Ute Missbach, die den Vorfall sofort auf Facebook teilte, um andere Hundebesitzer zu warnen, weiß nicht, um was für ein Gift es sich handelt, ist aber überglücklich, dass Makina es geschafft hat. Aufgrund des Posts meldet sich auch eine weitere Userin (Name der Redaktion bekannt). Sie berichtete, dass ihrem Hund vor etwa drei Jahren an der gleichen Stelle dasselbe passiert sei. „Dank meiner schnellen Reaktion und der Tierklinik hat er es überlebt, aber er trägt leider bis heute Schäden mit sich“, erzählt sie der Redaktion.

Da es immer wieder zu Aufnahmen von Giftködern kommt, bieten Hundeschulen wie Doglifebalance in Dormagen sogenannte Anti-Giftköder-Workshops an. Damit soll verhindert werden, dass Hunde überhaupt etwas am Wegesrand fressen.

(alem)
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