Dormagen: Bürgermeister Lierenfeld will mit Masterplan die Stadt verändern

Stadtplanung in Dormagen : Dormagens City soll Wohlfühlort werden

Mit einem Masterplan will Bürgermeister Erik Lierenfeld ein Konzept aufstellen.

Die Innenstadt soll in den nächste Jahren ihr Gesicht verändern. Es geht um eine Innenstadt 2.0, die gerüstet ist für das nächste Vierteljahrhundert und ein attraktiver und moderner Einkaufs- und Aufenthaltsort für Dormagener und Besucher. Bürgermeister Erik Lierenfeld spricht von einem „Masterplan“, der in den nächsten Monaten entwickelt werden soll. „Es wird einen breiten Beteiligungsprozess geben“, kündigt er an.

Einen Streit über die Urheberschaft für den Begriff „Masterplan“ wird es in Dormagen kaum geben, auch wenn Guido Schenk, Vorsitzender der Werbegemeinschaft City-Offensive, zuletzt einen solchen für die Innenstadt einforderte. Der Bürgermeister nimmt die CiDo als Interessenvertretung der Händler eindeutig in die Pflicht. Sie soll organisatorisch voran gehen.

Die Notwendigkeit zur Veränderung und Modernisierung sieht Lierenfeld ganz klar: „Das letzte Konzept für die Innenstadt ist 25 Jahre alt und war mit dem Entstehen der Rathaus-Galerie beendet.“ Benötigt werde nun eine „Gesamtschau“ auf die Innenstadt, wobei ein Fokus auf dem Thema Wohnen liegen wird. Die CiDo fordert seit längerem, im Rahmen einer Mischnutzung Wohnen im südlichen Bereich der Kölner Straße zuzulassen. „Wenn Immobilienbesitzer die Möglichkeit bekämen, aus Läden Wohnungen zu machen, würde auch der seit vielen Jahren andauernde Leerstand beseitigt“, sagt Guido Schenk.

Niemand weiß, wie es mit dem Dormacenter weitergeht

Der Bürgermeister will zum Thema einen „sehr offenen Beteiligungsprozess starten. Wir möchten von den Bürgern wissen, welche Ideen sie haben.“ Es gehe zunächst darum, „erste Ideen einzusammeln“, um dann in einem oder anderthalb Jahren ein stimmiges Entwicklungskonzept zu haben. Lierenfeld hat an die CiDo geschrieben, damit sie das Thema forciert und als Mitveranstalter auftritt. In den Prozess sollen Anwohner, Einzelhändler, Vertreter von Rathaus-Galerie, Ring-Center und Dormacenter sowie Politik eingebunden werden. Auch die teilweise Öffnung der Kölner Straße für den Straßenverkehr könnte zur Sprache kommen. Lierenfeld: „Das kann ich mir im Rahmen eines entsprechenden Gesamtkonzeptes gut vorstellen.“ Es geht (auch) um die Frage, wie ein Erlebniseinkauf geschaffen werden kann. Lierenfeld sieht noch Potenzial zur Erweiterung des kulinarischen Angebots.

Als „Eckpfeiler“ für die Entwicklung der City bezeichnet der Bürgermeister die Rathaus-Galerie, das Dormacenter und das Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik. Bei letzterem ist die Stadt wieder in Gesprächen mit Grundstückseigentümer Edeka. Konkretes wird es laut Lierenfeld wohl erst im nächsten Jahr geben. In Sachen Dormacenter ist Lierenfeld verhalten optimistisch. Immerhin glaubt er, dass es in den nächsten Wochen Kontakt zu den Eigentümern geben kann. Denn in Dormagen weiß niemand, was der mit dem zum Teil leer stehenden Einkaufscenter
vorhat.

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