Dormagen: Bau des Lernorts Horrem verschiebt sich um ein Jahr

Dormagener Schullandschaft : Lernort Horrem: Bau startet ein Jahr später

Schüler können erst Mitte 2020 umziehen.

Die Verzögerung von mindestens einem halben Jahr bei Umbau und Sanierung der Sekundarschule, die die Verwaltung in der vorigen Woche bekannt gab, hat weitere Folgen: Der Umzug der Horremer Christoph-Rensing-Schule in die dann ausgelaufene Realschule am Stadtpark wird um ein Jahr auf Sommer 2020 verschoben. Damit beginnt auch der Bau des Lernortes im Rahmen des Stadtteilentwickungsprogramms „Soziale Stadt Horrem“ erst ein Jahr später als bisher geplant. Dort soll als „Leuchtturmprojekt“ eine gemeinsame Nutzung der um- und neugebauten Gebäude durch Schule, OGS und Kita erreicht werden, dazu ein Begegnungszentrum entstehen.

„Wir wollen keiner Schule einen Umzug mitten im Schuljahr zumuten“, gibt der Erste Beigeordnete und städtische Schuldezernent Robert Krumbein auf Nachfrage zu bedenken. Auch wenn sich keine weiteren Verzögerungen bei der Sekundarschule ergäben, sehe der jetzige Plan Ende Januar 2020 als Fertigstellungsdatum vor. „Danach beginnen die Abschlussprüfungen, da würde ein Rückzug ins neue und sanierte Gebäude im Frühjahr 2020 zu viel Unruhe bringen“, weist Krumbein auf Gespräche mit den beiden Schulleitungen und dem Eigenbetrieb Dormagen hin.

Zum Schuljahresbeginn 2019/2020 Ende August soll nun die gesamte Sekundarschule im Ausweichquartier der Realschule an der Beethovenstraße untergebracht werden, auch die verbliebenen vier Klassen vom „Stammsitz“ an der Bahnhofstraße. „Auch dort gibt es jahrgangsübergreifende Arbeit, die trotz relativer räumlicher Nähe zur fünf Minuten entfernt liegenden Realschule nicht für längere Zeit leistbar wäre“, sagt Krumbein.

„Diese Verzögerung ist
bitter für alle Beteiligten“

Damit verschiebt sich der Umzug der Horremer Grundschule und der Baubeginn für den Lernort Horrem um ein Jahr auf Sommer 2020. Gespräche mit dem Internationalen Bund als Betreiber der OGS an der Christoph-Rensing-Schule haben die Verwaltung zudem darin bestärkt, dass mehr als die beiden Osterferienwochen zum Umzug benötigt würden. „Diese Verzögerung ist bitter für alle Beteiligten, vor allem für die neuen, am Lernort Horrem geplanten Kita-Plätze“, sagt Krumbein, der darauf verweist, dass „keiner der Beteiligten erfreut über die Entwicklung“ sei: „Aber da müssen wir jetzt leider durch!“

Zurzeit rechnet Elisabeth Gartz, die zuständige städtische Expertin für Kita-Plätze, wie der Bedarf an Betreuungsplätzen für das neue Kindergartenjahr ab August 2019 aussieht. „Wir prüfen natürlich auch die langfristigen Berechnungen“, so der Erste Beigeordnete. Für die Sitzung am 7. März werden die aktuellen Zahlen dem Jugendhilfeausschuss vorgelegt.