Dormagen: Anwohner empört über Müll in Horrem auf der Straße Am Rath

Unrat in Dormagen : Anwohner ärgern sich über Müll in Horrem

Laut Anwohnern häuft sich seit Wochen Müll auf Grünflächen an der Straße Am Rath.

Aufruhr in Horrem: An der Straße am Rath sind Anwohner sauer, weil es in ihrer Straße aussieht wie auf einer Müllkippe. Verrostete Kühlschränke, Decken, Hausmüll, Regale und anderes mehr liegen auf zwei Wiesengrundstücke. „So werden doch Ratten angelockt“, sagt Nadine Schumacher, „ein Tier ist uns schon im Keller begegnet.“ In der Kritik stehen neben den Verursachern auch der Eigentümer der Wohnanlage und die Stadt, die sich, so lautet der Vorwurf, nicht ausreichend kümmern würden. Gestern Nachmittag waren nach Angaben des familiengeführten Immobilieninvestmenthauses Barton Mitarbeiter vor Ort, um den Unrat abzutransportieren.

Laut Anwohner ist die
Situation kein Einzelfall

Den Rahmspinat hat niemand auf den Tisch bekommen, der zwischen allem Müll zu sehen war. Kleidung, ein alter Rucksack und reichlich diverses Altholz verschandeln die Gegend. „Niemand zeigt sich verantwortlich“, sagt Anwohnerin Nadine Schumacher. „Auch die Angabe im Mängelmelder der Stadt bringt nichts, weil die sagt, es handelt sich um ein Privatgrundstück.“ Das Ergebnis sind Frust bei Anwohnern und ein hässliches Stück Dormagen. Gerade im allgemein als problematisch angesehene Stadtteil Horrem, wo auf der anderen Seite viel getan und investiert wird, um den Ortsteil nach vorne zu bringen und aus ihm einen attraktiven Wohnstandort mit bezahlbaren Wohnungen zu entwickeln. Stattdessen ist die Straße Am Rath Gegenstand von Diskussionen bei Facebook. Liegt es einfach am „asozialen Verhalten“ einiger weniger? Ist es die Unkenntnis darüber, dass für den Abtransport von Sperrmüll ein Termin vereinbart werden muss? Jedenfalls, so heißt es und so versichern Anwohner im Gespräch, sei die aktuelle Situation kein Einzelfall. Dominik Barton, Geschäftsführer der gleichnamigen Immobiliengesellschaft, spricht von einer „unbefriedigenden“ Situation. Seinen Erkenntnissen zufolge habe eine Mieterin, die jetzt ausgezogen sei, das, was sie nicht mitnehmen wollte, einfach auf der Wiese entsorgt. „Das ist natürlich ein Unding. Es gibt leider immer schwarze Schafe unter den Mietern.“ Barton spricht vom „großen Anliegen“ der Firma, dafür zu sorgen, dass es in den Wohnanlagen „ordentlich“ aussehe. „Wir sind da ganz eng dran.“  Das entspreche auch der Philosophie als Familienunternehmen. An anderer Stelle, Heesenstraße, sei es auch gelungen, die Müllproblematik in den Griff zu bekommen. „Dort haben wir Müllboxen aufgestellt und dann war das Thema erledigt“, erzählt Barton. „Im Zweifel werden werden wir Am Rath genauso verfahren.“ Dann erhalten Anwohner Schlüssel für diesen „Sperrmüll-Käfig“.

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