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Corona-Virus: Viele Verstaltungsabsagen in Dormagen

Veranstaltungen in Dormagen : Corona: Viele Absagen in Dormagen

Städtische Veranstaltungen bis zum 19. April ausgesetzt. Auch der Sauberhaft-Tag am Samstag wird nicht stattfinden.

Auch in Dormagen und Rommerskirchen häufen sich die Auswirkungen wegen des Coronavirus. Eine Erzieherin der städtischen integrativen Kindertageseinrichtung Salvatorstraße hatte Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person. Die Stadt hat deshalb die „Nestgruppe“, in der die Erzieherin tätig ist, vorsichtshalber geschlossen. Auch die anderen Erzieherinnen dieser Gruppe sind vorerst freigestellt. Es werden jetzt zunächst die Testergebnisse der Erzieherin abgewartet, bevor – in Absprache mit den zuständigen Gesundheitsämtern – über das weitere Vorgehen entschieden wird. Auch alle anderen Eltern können, sofern dort die Betreuung sichergestellt ist, ihre Kinder zu Hause lassen. Der Kitabetrieb ist laut Stadt für die Dauer bis zur Abklärung des Verdachtsfalls sichergestellt.

Die Stadt Dormagen hat alle eigenen Veranstaltungen gestrichen. Das gilt vorerst bis zum 19. April. Und auch andere Veranstalter wie der Rhein-Kreis Neuss oder bestimmte Vereine sowie die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) und die Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft (SVGD) verzichten auf Angebote. In Rommerskirchen wird die große „Schlager und Oldie Nacht“, die am 14. März im Zelt an der Hellenbergstraße in Ramrath über die Bühne gehen sollte, nicht stattfinden.

„Um zu verhindern, dass sich das Coronavirus weiterhin so schnell ausbreitet, müssen wir unser soziales Leben und gesellschaftliche Aktivitäten einschränken“, sagt Robert Krumbein, Dormagens Erster Beigeordneter. „Wir stehen am Anfang der Epidemie. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, alle größeren Veranstaltungen abzusagen. Und appellieren zunächst an alle anderen Veranstalter, es uns gleichzutun“, so Krumbein weiter.

Von den Absagen betroffen sind auch Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern. Die vom Kulturbüro organisierte „Tork-Show“ am Freitag, 13. März, entfällt ebenso wie der große Frühjahrsputz am Samstag, 14. März, der mit einer Rekordteilnehmerzahl von über 4000 Menschen an den Start gehen sollte. Über mögliche Ersatztermine informiert die Stadt zu einem späteren Zeitpunkt.

Aus dem Kulturbereich entfallen „Gesicht zeigen – Stimme erheben“ am 20. März in der BvA-Aula, die Aufführung von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ des Rheinischen Landestheaters am 20. März in der Aula des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden, der Auftritt von Katie Freudenschuss mit ihrem Programm „Einfach Compli-Katie!“ am 21. März in der Kulturhalle sowie der Instrumenten-Tag der Musikschule am 28. März. In der Kulturhalle kommt es zudem zu folgenden Ausfällen: „Hoppelpoppels Hasenfrühstück am Mittwoch, 1. April, 11 und 16 Uhr, „Chin Meyer – Leben im Plus, am Freitag, 3. April, 20 Uhr, die Kinovorstellungen am Mittwoch, 8. April, „De Musik-Bocks: Musik mit Verzäll“ am Mittwoch, 15. April, 20 Uhr.

Auch die Nievenheimer
Narren triftt das Virus

Der von der SWD ursprünglich für 28./29. März vorgesehene Ostermarkt in der Innenstadt findet an diesem Termin auch nicht statt. Dasselbe gilt für den Kindersachentrödelmarkt der SVGD, der auf den 19. April terminiert war. „Wir bemühen uns aber um einen neuen Termin“, sagte Guido Schenk auf Anfrage. Organisatorin Ute Godyla hielt die Ausrichtung des Ostermarkts im Kloster Knechtsteden am 12. und 13.April gestern noch offen.

Auch der Stadtverband der Schützen hat reagiert: Die Vorsitzenden Wolfgang Saedler und Hans-Ulrich Thiel sagten die Siegerehrung des stadtweiten Schießwettbewerbs Dr.-Geldmacher-Pokal am 21. März in Straberg ab. „Da wollen wir kein Risiko eingehen“, sagte Uli Thiel. Bei den Schießwettbewerben wurden die Gewehre desinfiziert. Der Nachholtermin für den wegen Sturm ausgefallenen Karnevalszug durch Nievenheim am 29. März ist nicht mehr zu halten. Wie Sascha Beivers, Präsident der KG Blau-Weiß „Löstige Jonge“ Nievenheim, mitteilt, „musste der Zoch 2.0 leider abgesagt werden“. Die Karnevalisten in Stürzelberg hoffen, dass sie ihren Umzug wie geplant am 17.Mai ab 11.11 Uhr nachholen können. „Aber wir werden natürlich beobachten, wie sich die Situation entwickelt. Sollten wir doch absagen müssen, werden wir das rechtzeitig kommunizieren“, sagt Dirk Rosellen, Zweiter Geschäftsführer der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Stürzelberg. Auch auf eine große Veranstaltung des Kreises in Dormagen hat das Coronavirus Auswirkungen. Der Ostereiermarkt an der Schloßstraße im Kreismuseum Zons, der eigentlich vom 11. bis 13. April seine 34. Auflage erfahren sollte, ist abgesagt. Stattfinden sollen im Kreismuseum das Fliesensammlertreffen am Samstag, 14. März, von 11 bis 15.30 Uhr und „Ei-fach zusammenkommen! Interkulturelle Bräuche rund ums Ei“ am Samstag, 21. März, von 14 bis 17 Uhr stattfinden.

Die Ortsgruppe der DLRG hat sich entschlossen, ihre für Samstag terminierte Ortsgruppentagung aufgrund der aktuellen Lage abzusagen. Das gilt laut Pressesprecher Jörg Dittmar in den kommenden zwei Wochen auch für jegliche andere Termine der DLRG-Ortsgruppe. cw-/ssc/schum