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Chempark: Currenta investiert 40 Millionen Euro

Chempark: Currenta investiert 40 Millionen Euro

Nach einem erfolgreichen Jahr will der Chemiekonzern weiter den Standort Dormagen stärken.

Dormagen. Es war ein erfolgreiches Jahr für den Chempark Dormagen, von dem die ganze Region profitiert hat. Mit insgesamt etwa 9600 Beschäftigten ist die Zahl der Arbeitsplätze im Chempark um 200 Stellen gestiegen. Damit sich diese Entwicklung fortsetzt, wird die Betreiberfirma Currenta auch im laufenden Jahr weiter investieren: Bis 2014 fließen etwa 40 Millionen Euro in den Chempark.

„Die positiven Zahlen sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns für einen starken Industriestandort weiter einsetzen müssen“, sagt Chempark-Leiter Ernst Grigat. Dies gelte sowohl für Currenta als auch für die Politik — vor allem in den Bereichen der Energie und Verkehrswege. „Bei der Sperrung der A 1-Rheinbrücke im vergangenen Jahr hat die Politik schnell reagiert und eine Planung erarbeitet, die einen Neubau der Brücke in relativ kurzer Zeit ermöglicht.“

Die Instandsetzungen der Verkehrswege in Nordrhein-Westfalen müssten aber weiter Priorität haben. „Die Brücke der A 1 war nur die Spitze des Eisbergs. Wir brauchen eine Runderneuerung der Infrastruktur in der Region, damit die Lage mitten in NRW weiter ein Standortvorteil bleibt“, so Grigat.

Das größte Vorhaben in Dormagen ist derzeit die neue Anlage von „Bayer MaterialScience“ zur Herstellung von TDI, einem Weichschaum-Vorprodukt. Hinzu kommen Investitionen von „Bayer CropScience“ und des Spezialchemie-Konzerns Lanxess sowie die Ansiedlungen von Air Liquide und Kemira. Die Anlage zur Produktion von TDI soll 2014 in Betrieb gehen.

Zum Investitionsprojekt von Currenta zählt ein Versorgungszentrum mit Kälteerzeugung, Kühlturmanlage und Transformatorstation. Der Gebäudekomplex versorgt sowohl die TDI-Anlage als auch andere Unternehmen am Standort wie den neuen Partner Air Liquide. Allein für die TDI-Produktion werden 14 unterschiedliche Energiearten benötigt.

Um die Akzeptanz des Chemparks in der Nachbarschaft und Bevölkerung zu erhöhen, geht Currenta neue Wege: In der Dormagener Innenstadt wird noch in diesem Halbjahr ein sogenannter Chempunkt eröffnet. Das Informationsbüro soll die erste Anlaufstelle bei Fragen und Anregungen werden. mst