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Chaos um RRX in Dormagen geht weiter: Regionalexpress kommt nicht

Bahnverkehr in Dormagen : RRX-Halt in Dormagen vorerst vom Tisch

Durch den Sonderfahrplan habe sich die Strecke verkürzt. Er gilt bis zum 3. Mai.

Um 5.47 Uhr hätte der RRX am heutigen Montag, 19. April, in Richtung Minden antreten sollen, doch der ehemalige Regionalexpress 6 wird nicht im Bahnhof Dormagen einfahren. Die seit der Übernahme durch National Express unter der Bezeichnung RRX fahrende Linie sollte von Montag an bis zum 12. Juni auf der Strecke zwischen Minden und Köln/Bonn Flughafen auch in Dormagen und in Neuss Halt machen. Doch daraus wird nichts. Denn wie Betreiber National Express auf Anfrage erklärte, fallen diese Haltestellen (ebenso Köln Hauptbahnhof) dem Sonderfahrplan zum Opfer.

Wie eine Sprecherin von National Express erklärte, wurde in Abstimmung mit dem nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium, den Aufgabenträgern VRR, NVR und NWL und den Eisenbahnverkehrsunternehmen ein Sonderfahrplan für den Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen erarbeitet. „Der neue Fahrplan führt zu einer Reduzierung des Angebots auf den meisten Linien. Im Rahmen dessen erfolgten Kürzungen von Teilabschnitten.“ Unter anderem betroffen ist auch der Abschnitt zwischen Köln/Bonn Flughafen und Düsseldorf Hauptbahnhof auf der Linie RE 6 (RRX). Ab Montag wird das Bahnangebot insgesamt von 50 auf rund 80 Prozent erhöht. Der Fahrplan gilt bis zum 3. Mai.

Die Bürgermeister hatten für den RRX eine Umplanung gefordert

Mitte Dezember hatte National Express offiziell die Linie RE 6 von der Deutschen Bahn übernommen. Doch aufgrund von Gleis- und Brückenarbeiten in Düsseldorf-Bilk und in Köln fährt der RRX die Haltestellen Dormagen und Neuss bis Ende 2022 nicht an – geplant war eine siebenwöchige Ausnahme, die jetzt beginnen sollte. Stattdessen werden die Züge von Norden kommend vom Düsseldorfer Hauptbahnhof teilweise über Güterzugstrecken über Opladen umgeleitet. Mit der Folge, dass Dormagen nur noch einmal in der Stunde Haltepunkt für einen RE 7 ist.

Von dieser Situation sind damals alle überrascht worden. Die Bürgermeister von Dormagen und Neuss, Landrat und Politiker von CDU und SPD wandten sich in Schrieben an die Verkehrsverbünde und forderten eine Nachbesserung. Geprüft werden sollten Pendelzüge zwischen Köln und Düseldorf. Davon ist nach Ausbruch der Corona-Pandemie keine Rede mehr. schum