CDU in Dormagen will Routinetätigkeiten im Rathaus digitalisieren

Klausurtagung der CDU in Dormagen : CDU will Digitalisierung im Rathaus stärken

Dormagener Christdemokraten trafen sich zur Klausurtagung im Neusser Drusushof.

Neuss, genauer gesagt den dortigen Drusushof, wählten die Dormagener Christdemokraten, um mit ihrer großen Fraktion sowie den Wahlkreis-Kandidaten der kommenden Kommunalwahl im September 2020 in Klausur zu gehen. Um was es in der Kneipe nicht ging, betonte der stellvertretende Parteivorsitzende und Bürgermeister-Kandidat René Schneider direkt: „Das Aus der Groko war kein Thema mehr.“ Dafür aber die Wirtschaftspläne 2020 der städtischen Töchter, Eigenbetrieb und Technische Betriebe. Und die Kernbotschaft war deutlich: Der Eigenbetrieb braucht mehr Personal, um den anfallenden Arbeiten im kommenden Jahr gerecht zu werden.

Mit dieser Forderung setzte die CDU auch ein Signal in Richtung des ehemaligen Koalitionspartners. Die Sozialdemokraten hatte nämlich, so kritisierte Schneider, versucht, „einen Keil zwischen Fraktionschef Kai Weber und mir zu schlagen. Und das wegen angeblich unterschiedlicher Ansichten der Personalausstattung des Eigenbetriebs.“

Richtig sei, so betonte er, dass die CDU eindeutig dafür sei, dass der Stellenplan im Rathaus nicht erhöht werde – allerdings mit Ausnahmen, und zwar in den Bereichen Feuerwehr, Kindertagesstätten und eben Eigenbetrieb.

Das Hauptproblem werde sein, so die Meinung der Christdemokraten, das „extreme Investitionsvolumen zu bewältigen“. Es geht um neue Kindertagesstätten, Schulen, Sportanlagen und Kulturstätten. „Wie schaffen wir es, die hohen vorhandenen Mittel tatsächlich zu verbauen?“ fragte Schneider. Die CDU ist dafür, zwei bislang befristete Stellen im Eigenbetrieb in feste Stellen umzuwandeln. Ferner soll es eine Aufstockung im Controlling-Bereich geben Außerdem sollen zwei neue Mitarbeiter für den Hochbaubereich eingestellt werden. Das ist das eine. Auf der anderen Seite geht es beim „Wie?“ darum, wie viel der Eigenbetrieb leisten kann, ob einzelne Projekte von einem Generalunternehmer umgesetzt werden sollten und inwieweit das ÖPP- (Öffentlich-Private Partnerschaft) Modell berücksichtigt werden soll.

„Darüber werden wir intern im Arbeitskreis sprechen“, teilte René Schneider mit. Die CDU will mit Blick auf das Personaltableau im Rathaus Grundsätzliches. Dabei dient Neuss als Paradebeispiel, führte Schneider aus, wo eine Digital-Beauftragte eingestellt wurde. Die CDU will Routinetätigkeiten im Rathaus digital abwickeln, vereinfachen. Personal soll dadurch entlastet und fortgebildet werden, um auf anderen Stellen eingesetzt werden zu können.

Ein anderes wichtiges Thema war der Zustand der Straßen. Die CDU wird in den Beratungen des Wirtschaftsplans der Technischen Betriebe Dormagen (TBD) beantragen, den Haushaltsansatz von 400 000 Euro für Sanierung und Instandhaltung um weitere 100 000 Euro zu erhöhen.

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