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Bürgerinitiative in Dormagen: Waldrettung kommt in den Stadtrat

Bürgerinitiative in Dormagen : Rat beschäftigt sich mit geplanter Baumfällung

Bürgerinitiative sammelte Unterschriften für den Erhalt von Grün- und Waldflächen.

Der Bürgerinitiative „Der Wald bleibt“ ist ein erster Erfolg gelungen. Sie hat auf der Plattform „openPetition“ so viele Unterstützer-Unterschriften gesammelt, dass die Plattform sich jetzt an den Stadt mit der Aufforderung einer Stellungnahme wendet. Der Initiative geht es um den Erhalt der beiden Grün- und Waldflächen zwischen der Bahnlinie und der Autobahn an der Mathias-Giesen-Straße und der Alten Heerstraße und dem Holzweg. Sie sollen für die Erweiterung des Gewerbeparks Top West weichen. Entsprechende politische Beschlüsse sind bereits getroffen worden.

„OpenPetition“ hatte die Marke von 900 Unterstützern gesetzt, nach deren Erreichen man aktiv werden wolle. Am Montag war diese mit 1341 Unterschriften, davon 945 aus Dormagen, weit überschritten. Das bedeutet: Das Thema wird erneut die Politik erreichen. Denn „openPetition“ wird sich an den Stadtrat wenden und von diesem eine Stellungnahme einfordern. „openPetition“ unterstützt Petenten dabei, ihre Petition zu erstellen, Unterschriften zu sammeln und die Petition beim entsprechenden Empfänger einzureichen. Außerdem fordert „openPetition“ – unabhängig vom formalen Petitions-Prozess – Stellungnahmen von Parlamentariern ein. Brigitte Savlidis, eine der Hauptorganisatorinnen der Bürgerinitiative, hat mitgeteilt, dass man die Ratsfraktionen darüber bereits informiert habe. „Wir sehen dies als Beleg dafür, dass große Teile der Dormagener Bevölkerung ihre Wald- und Grünflächen sehr schätzt und den Erhalt der wenigen naturnahen Flächen fordert. Es gäbe demnach den Auftrag an den Rat, die Entscheidung über die Ausweisung als Gewerbegebiet aufzuheben“, so Savlidis. Beflügelt von diesem Erfolg hat die BI ein nächstes Aktionsfeld vor Augen: „Bald werden wir auch eine weitere Online-Petition für den Erhalt des Kiefernwäldchens und der angrenzenden Ausgleichsflächen in Hackenbroich starten. Es kann nicht sein, dass die wenigen Waldflächen für Gewerbeansiedlungen plattgemacht werden. Es gibt genug alternative Standorte.“ An dieser Stelle beabsichtigt Lebensmittel-riese Rewe, eine Filiale zu bauen. Auch dort gibt es bereits eine positive Grundsatzentscheidung der Politik.

Interessant: Die Bürgerinitiative erhält Unterstützung von den Umwelt- und Naturschützern „Rhein-Clean-up“ um Motor Karin Schwanfelder. Savlidis trommelt in ihrem Unterstützerkreis für die Teilnahme an der nächsten Reinigungsaktion, die am Sonntag, 19. Januar, an besagter Stelle beiderseits der Alten Heerstraße stattfinden soll: „Es sind alle eingeladen, beim Saubermachen mit dem Rhein Clean Up mitzumachen.“ Treffpunkt ist um 10.45 Uhr der Parkplatz am Friedhof, Mathias-Giesen-Straße. schum

(schum)