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Bayer Material Science: Letzte Hürde vor Inbetriebnahme

Bayer Material Science: Letzte Hürde vor Inbetriebnahme

Bezirksregierung Köln erteilt Bayer Material Science Genehmigung zur Erweiterung der Salzsäure-Anlage.

Dormagen. Bayer Material Science (BMS) hat die Genehmigung zur Erweiterung und zum Betrieb seiner Salzsäure-Anlage im Chempark Dormagen erhalten. Die Bezirksregierung Köln erteilte jetzt den entsprechenden Bescheid. Salzsäure fällt bei der Produktion von Polyurethan-Rohstoffen als Nebenprodukt an. Die Menge wird sich durch die im Bau befindliche Großanlage zur Herstellung von TDI (Toluylendiisocyanat) erhöhen.

Salzsäure wird zukünftig verstärkt innerhalb und außerhalb des Chempark als Ausgangsstoff für andere Produktionen zur Verfügung stehen. Die Erweiterung der Anlage erfolgt im laufenden Betrieb und wird zum Jahresende beendet sein.

„Wir sind froh, dass das Genehmigungsverfahren erfolgreich abgeschlossen ist. Die Erweiterung hat große Bedeutung für den Ausbau der europaweiten Salzsäure-Vermarktung und ist ein wichtiger Mosaikstein für die Inbetriebnahme des neuen TDI-Betriebs“, sagt Andreas Amling, Leiter Basic Chemicals bei BMS.

Das Unternehmen investiert rund 250 Millionen Euro in die neue TDI-Anlage. Die Chemikalie wird als Vorprodukt für die Herstellung von Polyurethan-Weichschäume benötigt, aus denen viele Alltagsprodukte wie Matratzen und Autositze bestehen. Inklusive der Pläne weiterer Unternehmen im Umfeld zur Errichtung von Betrieben, die mit der TDI-Produktion in Verbindung stehen, beläuft sich die Gesamtinvestition im Dormagener Chempark auf mehr als 400 Millionen Euro.

Die nun erteilte finale Bau- und Betriebsgenehmigung war zugleich die letzte ausstehende Zulassung für Bayer Material Science im Rahmen der TDI-Investition und den daraus entstehenden Nebenprojekten. Die Bescheide für die neue Hauptanlage sowie den ebenfalls vergrößerten Versandbetrieb waren bereits zuvor erteilt worden.

Die bei der Polyurethan-Produktion anfallende Salzsäure wird zum einem für den eigenen Bedarf wiederverwertet. Zudem wird die verbleibende Menge auch an andere Firmen geliefert. So baut das finnische Unternehmen Kemira derzeit im Dormagener Chempark eine Anlage für Chemikalien zur Wasseraufbereitung. Als Ausgangsstoff wird das finnische Unternehmen Salzsäure einsetzen.

In den vergangenen Monaten wurden zudem zwei neue Salzsäuretanks errichtet und vier neue Lkw-Ladestationen gebaut.

Bis die erweiterte Anlage Ende 2014 in Betrieb gehen kann, werden die Mitarbeiter in den nächsten Monaten auf die veränderten Abläufe vorbereitet.

Ab heute und bis zum 13. Mai kann der Genehmigungsbescheid bei der Bezirksregierung Köln und im Rathaus Dormagen eingesehen werden. Red