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Baugebiet in Dormagen-Stürzelberg: Neue Wohnungen auf altem Sportplatz

Baupläne in Dormagen-Stürzelberg : Wohnungen statt Sportplatz

In Stürzelberg werden auf dem alten Sportplatz an der Schulstraße Kanäle verlegt und Baustraßen vorbereitet. Dort stehen künftig Wohnungen. Die Stadt ist in der Vermarktung der Fläche.

Große Erdbewegungen sind auf dem alten Stürzelberger Sportplatz an der Schulstraße zu beobachten. Das sind die Vorboten des großen Bauprojekts der Stadt: Auf dem ehemaligen Sportplatz sollen demnächst drei Mehrfamilienhäuser sowie 20 Einfamilien- bzw. Doppelhäuser entstehen. Die Sportler des SV DJK Rheinwacht Stürzelberg sind bereits umgezogen: Am 1. Juli 2018 wurde der neue Sportplatz Am Weißen Stein eröffnet.

Das alte Gelände an der Schulstraße ist nicht wiederzuerkennen. „Zurzeit schaffen wir die Voraussetzungen, dass das Areal bebaut werden kann“, sagt Stadtsprecher Max Laufer. Dort werden nun Kanäle verlegt und Baustraßen befestigt, damit die Bau-Infrastruktur stimmt. Die Technischen Betriebe Dormagen haben den Rückbau des Sportplatzes und die Erschließung der Straßen und Entwässerung geplant und umgesetzt. Bevor überhaupt ein Stein auf den nächsten gesetzt wird, werden mindestens 1,3 Millionen Euro für Kanal- und Straßenarbeiten ausgegeben. Für das städtische Grundstück sei „die Stadt jetzt in der Vermarktung der Ein- und Mehrfamilienbebauung“, so Laufer. Gleich nebenan an der Schulstraße wird bei einem anderen Vorhaben schon fleißig gebaut.

Ein Projekt innerhalb des Sportplatz-Projektes ist der Bau einer Kindertagesstätte für 70 Mädchen und Jungen, der bereits in einem Jahr abgeschlossen sein soll, wie der Erste Beigeordnete Robert Krumbein jetzt erneut bestätigte. Im Jugendhilfeausschuss im März hatten die Mitglieder einstimmig die Trägerschaft für die neu zu errichtende viergruppige Kindertageseinrichtung in Stürzelberg der „Kinderzentren Kunterbunt gGmbH“ mit Sitz in Nürnberg übertragen.

Südlich des Sportplatzes ist eine Ausgleichsgrünfläche geplant

Zudem soll „in dem Kita-Gebäude auch öffentlicher Wohnraum angeboten werden“, wie Krumbein in der Ratssitzung im Februar 2020 ausführte: Investoren mit Interesse seien vorhanden, auch mit Blick auf das andere städtische Areal, wo in absehbarer Zeit öffentlich geförderter Wohnraum – ebenfalls in Kombination mit einer Kita – zu errichten wäre: das Gelände des ehemaligen Schwimmbades in Nievenheim. Dazu beraten die Mitglieder im Jugendhilfeausschuss am 18. August. „Wenn wir für diese Kita in Nievenheim einen geeigneten Träger hätten, könnte er sich mit dem Investor zusammensetzen, wenn wir es ihm übertragen“, sagte Krumbein.

An der Schulstraße, in Sichtweite von Zons, musste die bisherige Zweckbestimmung „Sportplatz“ in Wohnbauflächen geändert werden. Zur Verfügung stehen dort drei Hektar, wobei es langfristig Erweiterungsflächen gibt. Beim Rückbau des Sportplatzes wurde der Tennenbelag und die aus Schlacken bestehende Tragschicht des Platzes abgetragen. Die vorhandenen Kiestragschichten blieben auf den künftigen privaten Baugrundstücken erhalten. Diese seien laut Bodengutachten unbelastet. Die privaten Baugrundstücke werden nicht mit Oberboden angedeckt, da der von den Bauherren erneut abgetragen werden müsste. Südlich des Sportplatzes ist im Bebauungsplan eine Ausgleichsgrünfläche und die Re-genwasserversickerungsanlage geplant. Dort ist der Boden mit Schadstoffen belastet und muss entsorgt werden.