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Aktion „Nette Toilette“ wird eingeführt

Aktion „Nette Toilette“ wird eingeführt

Ausschuss: 2000 Euro werden investiert, damit Bürger und Touristen anhand von Aufklebern wissen, wo sie zur Toilette gehen können.

Dormagen. Nicht nur Großeltern mit kleinen Kindern haben das Problem: Beim Einkaufsbummel in der Stadt ist plötzlich ein dringendes menschliches Bedürfnis da — die Suche nach dem nächstgelegenen stillen Örtchen beginnt.

Rund 120 Städte bundesweit lösen das Problem, indem örtliche Gastronomen und Geschäfte den Besuch ihrer WCs gestatten. „Nette Toilette“ nennt sich diese Idee, die vor zehn Jahren im baden-württembergischen Aalen entstand und jetzt auch in Dormagen umgesetzt werden soll.

Der Hauptausschuss sprach sich in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, die Aktion zu unterstützen. Bislang haben sich beim jüngsten „Runden Tisch Innenstadt“ vornehmlich die Gastronomen rund um den Rathausplatz bereit erklärt, mitzumachen. Auch heute schon wird dort im Notfall keinem Passanten die Nutzung der Gästetoilette verwehrt. Wenn die Aktion „Nette Toilette“ startet, werden dann aber zusätzlich gut sichtbare Aufkleber auf diesen freiwilligen Service hinweisen.

Als „repräsentativen Start“ bezeichnet Stadtmarketingchef Guido Schenk die Initiative in der City. Er kann sich vorstellen, dass die Idee auch in den Stadtteilen, etwa im von Touristen stark frequentierten Zons, Schule macht. 2000 Euro fehlen jetzt noch, um die Nutzungsrechte zu kaufen, Aufkleber und Flyer drucken zu lassen. Schenk: „Die Aktion ist durchaus auch ein Marketinginstrument für die Innenstadt, ich setze also darauf, dass die Werbegemeinschaft mit einsteigt.“

Die nette Toilette für Dormagen geht übrigens auf einen Bürgerantrag von Karl Kress zurück. Er freut sich, dass seine Idee Anklang findet: „Wenn, wie in Jülich, Hattingen oder Hückelhoven, Gastronomen und Einzelhändler auch in Dormagen für eine solche Aktion gewonnen werden, können Bürger und Besucher jederzeit ein stilles Örtchen aufsuchen und würden in unserer besonders gastfreundlichen Stadt noch lieber ausgehen.“