Ärger um Postbank-Filiale in Dormagen: Politik mischt sich ein

Postbank in Dormagen : Postbank-Filiale: Politik mischt sich ein

SPD und CDU wenden sich wegen häufiger, unangekündigter Schließungen an Vorstand.

Es passiert immer wieder: Kunden stehen an der Postbank-Filiale an der Römerstraße vor verschlossenen Türen. Unangekündigt schließt das Geschäft an der Rathaus-Galerie – und die Kunden, die Geld- oder Postgeschäfte erledigen wollten, sind verärgert. Mitte Oktober gab es bei einer mehrtägigen Schließung lediglich Zettel mit Hinweisen auf die „Öffnungszeiten“. „Leider ist die personelle Situation aufgrund von Personalausfällen aktuell sehr angespannt“, sagte Postbank-Sprecherin Iris Laduch-Reichelt. Wegen des „Vier-Augen-Prinzips“ müsse die Filiale immer dann schließen, wenn nur noch ein Mitarbeiter zum Dienst erscheinen kann: „Dies bedauern wir angesichts der Unannehmlichkeiten, die dies für unsere Kunden mit sich bringt, sehr.“

Jetzt hat sich die SPD-Fraktion gemeinsam mit der CDU-Fraktion an Vorstand Frank Appel der Deutsche Post DHL Group gewandt und ihn gebeten, für Abhilfe zu sorgen. „Da die Postfiliale an der Römerstraße tatsächlich für Dormagen die Funktion des Hauptpostamtes erfüllt, das zu allen Zeiten stark frequentiert wird, fordern wir Sie auf, die Situation nachhaltig zu verbessern und als kundenorientiertes Unternehmen für das Vorhalten einer Personalreserve für Urlaubs- und Krankheitszeiten zu sorgen, um die Betriebsfähigkeit dieser Filiale zu den vorgegebenen Öffnungszeiten sicherzustellen“, heißt es in dem Schreiben, das SPD-Fraktionschef Andreas Behncke und sein CDU-Kollege Kai Weber unterzeichnet haben. Sie kritisieren die „Häufung von unangekündigten Schließungen“.

„Dass wegen der Schließungen Pakete nicht abgeholt werden können und die Schließfächer nicht zugänglich sind, wird für die Kunden zu einem großen Problem“, führen die beiden Politiker aus. „Die Frustrationen der Kunden – einer hat nach eigenen Angaben dreimal vergeblich versucht, seine Pakete abzuholen – über die nicht kommunizierten Maßnahmen werden oft an die Beschäftigten der Filiale weitergegeben, so dass es zu Unzufriedenheit auf beiden Seiten kommt“, meinen die Fraktionschefs.

Am Dienstag, 13. November, ist die Filiale im Übrigen auch geschlossen – aber mit Ankündigung. Der Grund ist eine landesweite Betriebsversammlung.

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