A 57: Dritte Behelfsbrücke bald befahrbar

A 57: Dritte Behelfsbrücke bald befahrbar

Fahrzeuge auf A 57 in Richtung Krefeld nutzen die Überführung, bis der erste Teil der neuen Brücke steht.

Dormagen. Noch ist sie nicht ganz fertig, doch bald steht an der A 57 bei Dormagen-Nievenheim auch die dritte Behelfsbrücke. Rund zweieinhalb Jahre nach dem verheerenden Brand, der im Februar 2012 ein Todesopfer forderte, arbeitet der Landesbetrieb Straßen NRW weiter mit Hochdruck an der A 57 und de Übergangsbauwerken, die täglich rund 70 000 Fahrzeuge passieren.

Foto: Duhme (2) / Archiv

„Für die dritte Brücke auf der östlichen Seite müssen jetzt noch die Anschlüsse an die Fahrbahn hergestellt werden“, sagt Norbert Cleve vom Landesbetrieb. Im März 2015 kann voraussichtlich mit den Arbeiten für die neue „feste“ Brücke begonnen werden. „Derzeit läuft noch die europaweite Ausschreibung. Das ist erfahrungsgemäß etwas aufwendiger und daher wird der Baubeginn erst im Frühjahr sein“, sagt Cleve.

Foto: Duhme (2) / Archiv

Derzeit nutzen die Fahrzeuge in Richtung Krefeld die mittlere der drei Behelfsbrücken. Wer in Richtung Köln unterwegs ist, passiert die westliche Brücke. Mit Freigabe der dritten Überführung wird der Verkehr neu geleitet. Nach Krefeld geht es dann über die Ost-Brücke, in Richtung Köln soll die mittlere Verbindung leiten.

„Die westliche Brücke wird in der Folge als erstes abgebaut, damit der erste Teil des neuen Bauwerks entstehen kann“, erklärt Cleve. Sobald die eine Hälfte der neuen Brücke fertiggestellt ist, wird der komplette Verkehr in beide Richtungen über diesen Teil geführt.

Bis Ende 2017 sollen die Arbeiten auf dem Dormagener Abschnitt der A 57 abgeschlossen und die übrigen beiden Behelfsbrücken abgebaut sein.

„Wenn beide Hälften der neuen Brücke in drei Jahren fertig sind, fließt der Verkehr zunächst beidseitig auf zwei Fahrspuren“, sagt Norbert Cleve. Das neue Bauwerk wird bereits für den sechsstreifigen Ausbau der Autobahn fertig gemacht. Wann die A 57 in Dormagen auf sechs Spuren ausgebaut wird, ist laut Straßen NRW weiterhin offen. „Es würde nur keinen Sinn machen, später wieder an der Brücke zu arbeiten, um zwei weitere Fahrstreifen anzubinden“, sagt Cleve.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Neubau auf 8,8 Millionen Euro. Bei dem Brand im Februar 2012 wurden zwei Brückenbauwerke zerstört. In den Rauchwolken kam es auf der darüber gelegenen Autobahn daraufhin zu einer Massenkarambolage, die neben dem Todesopfer auch 16 Verletzte forderte.

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