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2000 Dormagener feiern Kölsche Stars: Kasalla und Brings

Kasalla und Brings : Kasalla bringt Jecken in Stimmung

Bei der großen Fechtersitzung in der TSV-Arena traten prominente Bands aus Köln auf.

Auch die 6. Auflage der großen Fechtersitzung „Dormagen feiert Kölsch“ im TSV-Bayer-Sportcenter wurde zum Highlight des Dormagener Karnevals. Deutlich mehr als 2000 Besucher waren schon zwei Stunden vorher unterwegs, um sich die besten Plätze zu sichern. Kurz vor Beginn gab es dann eine Riesenschlange vor dem Eingang, weil Selbstverpflegung erlaubt war, und die Mitarbeiter der Bielefelder Nickon-Security – der Sicherheitsdienst der Fechtersitzung – penibel Taschen kontrollierten. Waffen, Feuerwerk, Glas und Blechdosen durften nämlich nicht ins Center.

Die Sitzung begann superpünktlich mit Stimmungsliedern des Orchesters Helmut Blödgen, das auch die Auftritte der Kölner Karnevalisten aufmerksam begleitete. Unter den zu 99 Prozent Kostümierten war auch die vollständige Säbelfechter-Nationalmannschaft samt Bundestrainer Vilmos Szabo, der martialisch als „Bundestrainer Säbelzahn“ verkleidet war. Acht Dormagener Fechter zogen als „Elferrat“ mit den Karnevalsgesellschaften „Ahl Dormagener Junge“, Thalia Blau Weiß Delhoven, Rot-Weiß „Feste Zons“ und mit den „Ansteler Burgrittern“ ein. Da alle Gesellschaften jeweils ein Dreigestirn mitbrachten, war die große Bühne rappelvoll. Dennoch fanden die Tanzgarde und die Tollitätengarde der „Ahl Dormagener Junge“ und die Solisten aus Zons Platz für begeisternde Tanzeinlagen.

Guido Cantz hatte engen
Kontakt zum Publikum

Der Berufsmusiker Karl Koch, zusammen mit René Gieling Veranstalter, moderierte souverän und hatte die Bühne schnell leer, um dann „The Best of“ Kölner Karneval anzusagen. Eisbrecher war Dave Davis, der als Toilettenmann „Motombo Umbokko“ mit seiner Hautfarbe kokettierte: „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ „Niemand!“ scholl ihm tausendfach entgegen. Guido Cantz liebt den engen Kontakt zum Publikum: „Betrunkene Nashörner und gleich neun Jacob-Sisters am Abend vor Totensonntag – wie geil ist Dormagen?!“ Hexen waren bei den einzelnen Kostümen Trumpf, aber gleich 18 Flamingos bot eine Familientruppe aus Dormagen auf.Traditionell hat die Fechtersitzung einen hohen musikalischen Anteil. Die „Krawall“-Band Kasalla machte den Anfang, „Kumm, mer lääve“ und „Loss mer singe“ waren mehr als 1000-Stimmen-Chöre. Die Klüngelköpp und die Brasspop-Band „Querbeat“ konnten nicht so viele Sänger gewinnen, wohl aber Brings, die mit „Halleluja“ und dem Dauerbrenner „Superjeilezick“ die Stimmung des Abends kongenial
ausloteten.