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Brand auf Schrottplatz bei Ikea Kaarst: Polizei ermittelt​ - Feuerwehrmann verletzt

Einsatzkräfte im Dauereinsatz : Brand auf Schrottplatz bei Ikea Kaarst: Feuerwehrmann verletzt - Polizei ermittelt

Nach einem Großbrand auf einem Schrottplatz in Nähe zum Ikea in Kaarst ermittelt die Polizei. Das Feuer sorgte auch in der Region für Aufsehen. Die Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz.

Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz nahe der Ikea-Möbelhauses in Kaarst hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. „Starke Polizeikräfte räumten das Gelände und sperrten weiträumig ab“, teilte die Polizei in Neuss am Freitag mit.

Auf dem Schrottplatz im Bereich Neuss-Morgensternsheide an der Stadtgrenze zu Kaarst war es am Donnerstagabend zum Vollbrand einer Lagerhalle gekommen. Bei dem Feuer war unter anderem durch brennende Reifen eine dichte Rauchwolke entstanden, die stundenlang über Neuss und Kaarst stand - und auch in Krefeld, Düsseldorf und Willich sichtbar war. Wie es zu dem Brand kam, sei bisher unklar, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagmittag.

Am frühen Freitagmorgen teilte die Feuerwehr mit, dass der Großbrand unter Kontrolle sei. Das Feuer sei auf ein etwa 20 mal 20 Meter großes Areal begrenzt worden. Bei den Löscharbeiten sei ein Feuerwehrmann verletzt worden. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten sollten die ganze Nacht andauern. Die Schrottgegenstände seien durch die Flammen zusammengeschmolzen und müssten zunächst abgetragen werden, um kleinere Flammen und Glutnester ausfindig zu machen.

Die Feuerwehr Neuss hatte am Donnerstagabend gegen 18.54 Uhr zunächst eine Meldung über die Warn-App Nina ausgegeben: Es könne zu Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag kommen, Anwohner im Bereich Neuss, Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich sollten sich demnach in geschlossene Räume begeben und Fenster und Türen schließen, hieß es. Die Einsatzkräfte stellten sich auf einen Einsatz bis in die Nacht hinein ein, hieß es gegen 20.30 Uhr. Eine Ausbreitung des Brandes konnte aber verhindert werden, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte.

Die Stadt Kaarst meldete gegen 20.20 Uhr bei Twitter, dass die Rauchwolke zunächst in Richtung Viersen abgezogen sei. „Seit Sonnenuntergang sinkt sie über dem Kaarster Osten ab“. Besonders dort sollten nach den Angaben Fenster und Türen zunächst geschlossen bleiben. Luftmessungen hätten „keine signifikanten Belastungen“ ergeben. Nach ersten Erkenntnissen seien zunächst keine Verletzten gemeldet worden, so die Stadt Kaarst weiter.

Brand auf Schrottplatz zwischen Neuss und Kaarst - große Rauchsäule in Krefeld, Düsseldorf und Willich sichtbar

Die Rauchsäule war am Donnerstagabend weithin sichtbar - die Leitstelle der Feuerwehr Neuss nahm etwa auch Anrufe aus dem Stadtgebiet Düsseldorf war. Ein Twitter-Nutzer schrieb, dass die Rauchentwicklung auch von Willich aus zu beobachten war. Von Krefelder Stadtgebiet aus war die starke Rauchausbreitung ebenfalls sichtbar: Im Stadtteil Krefeld-Fischeln wurden aufgrund der Rauchausbreitung ebenfalls Messungen durchgeführt, die glücklicherweise alle negative Ergebnisse lieferten, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr in Krefeld unserer Redaktion.

Ein Sprecher der Feuerwehr Neuss bat gegen 19.30 Uhr darum, nicht mehr wegen der Rauchentwicklung die Leitstelle zu kontaktieren, um die Leitungen für andere Notrufe frei zu halten. „Es kommt zu Verkehrsbehinderungen. Bitte umfahren Sie den Bereich großräumig und meiden Sie insbesondere das Kaarster Gewerbegebiet Siemensstraße“, teilte die Feuerwehr bei Facebook mit. Die Einsatzkräfte seien mit einem „großen Aufgebot“ vor Ort. Unterstützung kam aus Kaarst.

Bei dem Schrottplatz am Holzbüttgener Weg war es bereits in der Vergangenheit zu einem Brand gekommen. Die CDU in Kaarst reagierte prompt mit einer Forderung: Wenn die Behörden und die Bezirksregierung „jetzt nicht dafür sorgen, dass der Betrieb dort sofort eingestellt wird“, erwäge die CDU rechtliche Schritte gegen diese zu prüfen, hieß es in einem Beitrag bei Facebook. Laut Angaben eines Sprechers der Feuerwehr handelt es sich aufgrund hoher Brandlast (Reifen und Co.) um einherausforderndes Objekt für die Einsatzkräfte.

Auch im Bereich der A57 konnte es zwischenzeitlich zu Behinderungen kommen. Die Verkehrszentrale NRW meldete Sichtbehinderungen zwischen Holzbüttgen und Büttgen.