Handball Dormagen will den fehlenden Punkt holen

Dormagen. · Handball-Zweitligist spielt in Nordhorn. Klassenerhalt ist noch nicht ganz sicher.

 Dormagens Trainer Dusko Bilanovic wurde 48 Jahre alt.

Dormagens Trainer Dusko Bilanovic wurde 48 Jahre alt.

Foto: Heinz J. Zaunbrecher

Wenn alles schief läuft, was an den letzten beiden Spieltagen noch schieflaufen kann, dann droht dem TSV Bayer Dormagen eine Verlängerung der Saison in der Zweiten Handball-Bundesliga in Form einer Relegationsrunde um den Klassenerhalt. Die würde am 22./23. Juni in Turnierform an einem neutralen Ort ausgetragen, käme aber nur zustande, wenn Dormagen, der HC Elbflorenz und der Wilhelmshavener HV (und möglicherweise auch noch der TV Emsdetten) am Saisonende punktgleich wären. Weil den Dresdnern zwei Zähler „am grünen Tisch“ aberkannt wurden, zählt in diesem Fall das Torverhältnis nicht.

Damit es dazu kommt, muss freilich Folgendes passieren: Dormagen bleibt in den Partien bei der schon als Aufsteiger feststehenden HSG Nordhorn-Lingen (Samstag, 18 Uhr) und gegen die schon als Absteiger feststehenden Rhein Vikings (8. Juni, 18 Uhr) ohne Zähler. Wilhelmshaven fährt aus seinen Spielen in Rimpar und gegen Nordhorn die volle Punktzahl ein und der HC Elbflorenz holt gegen Lübeck und in Emsdetten einen Punkt.

Zum Geburtstag des Trainers
gab es eine Grillparty

Weil das Ganze reichlich hypothetisch ist, hat sich Dusko Bilanovic mit einer möglichen Verlängerung noch nicht beschäftigt. Stattdessen hat der Trainer des TSV Bayer Dormagen in dieser Woche gefeiert – am Mittwoch wurde er 48 Jahre alt. Trotzdem standen an diesem Tag zwei Trainingseinheiten auf dem Programm: „Schließlich ist die Saison noch nicht vorbei, schließlich wollen wir bis zum 8. Juni noch vernünftige Arbeit abliefern und mindestens zwei Punkte holen“, sagt Bilanovic. Die Stimmung im Team sei gut, nicht nur, weil der Trainer seine Schützlinge nach dem Training zur Grillparty einlud. „Wir wollen unseren positiven Trend fortsetzen“, sagt Bilanovic, wohlwissend, dass im mit 3500 Zuschauern längst ausverkauften Nordhorner Euregium ein harter Brocken auf den TSV wartet.

Schließlich ist der Tabellenzweite seit neun Spieltagen ohne Punktverlust. Und, sagt Bilanovic, „die wollen bestimmt nicht mit einer Niederlage in ihre Aufstiegsfeier gehen“. Ihm wäre ein Szenario am liebsten: „Wir gratulieren uns nach dem Schlusspfiff gegenseitig“ – zum Aufstieg und zum Klassenerhalt.

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