Waffenlieferant Polizei durchsucht Wohnungen von mutmaßlichen Rechtsextremisten in Oberhausen

Konstanz/Oberhausen · Ein 49-jähriger Mann aus Oberhausen soll angeboten haben Waffen für eine rechtsextreme Gruppe zu besorgen. Die Polizei ist fündig geworden.

 Symbolbild

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Foto: picture alliance / dpa/Bernd Settnik

Die Wohnungen von zwei mutmaßlichen Mitgliedern einer rechtsextremistischen Chat-Gruppe sind am Dienstag von der Polizei durchsucht worden. Einer der Männer, der in Oberhausen wohnt, steht unter Verdacht, die Beschaffung von Schusswaffen angeboten zu haben. Bei dem 49-Jährigen wurden mehrere Waffen gefunden, wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mitteilten. Allerdings unterlagen diese nicht dem Kriegswaffenkontrollgesetz und deren Besitz war nach dem Waffengesetz nicht erlaubnispflichtig.

Im Landkreis Konstanz (Baden-Württemberg) wurde die Wohnung eines mutmaßlichen Administrators der Chat-Gruppe durchsucht. Bei dem 28-Jährigen wurden ein Luftgewehr, ein Messer sowie elektronische Datenträger und Schriftstücke sichergestellt, die nun ausgewertet werden, wie es hieß.

In der Chat-Gruppe sollen zahlreiche Posts mit nationalsozialistischen und fremdenfeindlichen Inhalten sowie Ankündigungen und Aufrufe zu Gewalttaten geteilt worden sein. Das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg war der Gruppe den Angaben zufolge auf die Spur gekommen. Es soll sie seit September 2018 geben, die Mitglieder sollen aus verschiedenen Bundesländern kommen.

(dpa)
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