Vorfall in Duisburg Polizei muss „Luxusautos“ an Hartz-IV-Empfänger zurückgeben

Duisburg · Die Kontroll-Aktion der Duisburger Polizei hatte für Aufsehen gesorgt: Vor Jobcentern waren mehrere hochwertigere Autos einkassiert worden. Nun mussten die Ermittler jedoch einige wieder ihren Besitzern zurückgeben.

Der Fall hat für Aufsehen gesorgt: Polizei und Staatsanwaltschaft hatten im vergangenen September bei Kontrollen vor einem Jobcenter in Duisburg mehrere „Edel-Karossen“ von Sozialleistungsempfängern einkassiert.

Nun wurde bekannt, die meisten dieser Fahrzeuge sich wieder bei ihren Besitzern befinden. "Wir haben fünf der beschlagnahmten Fahrzeuge zurückgeben müssen, drei sind noch bei uns, eines davon ist gepfändet", sagte der zuständige Duisburger Oberstaatsanwalt Stefan Müller der Rheinischen Post.

"So etwas kann in Ermittlungen vorkommen. Das ist nicht frustrierend. Wir handeln schließlich nach Recht und Gesetz", so Müller weiter. So viel „Luxus“ steckte in einigen Fahrzeugen demnach wohl doch nicht: Nicht alle Autos hätten dem Wert entsprochen, von dem man bei der Beschlagnahmung ausgegangen war. Zu diesem Ergebnis sei später ein Sachverständiger gekommen.

Die Fahrzeugkontrolle im September 2018 vor dem Jobcenter hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Sieben „Luxusautos“ der Marken Mercedes und BMW wurden dabei sichergestellt, darunter Limousinen, Gelände- und Sportwagen. Die Polizei war Hinweisen nachgegangen, wonach Personen Sozialleistungen bezogen hatten, obwohl diese teure Autos fuhren.

(red)
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