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Parkprobleme in der Klosterstraße in Düsseldorf

Verkehr in Düsseldorf : Verschärfte Parkplatzsuche nach Brand

An der Klosterstraße ist es schwer, einen Stellplatz zu finden. Nach der Schließung des Parkhauses ist es nahezu unmöglich.

Es gibt Straßenzüge in Düsseldorf, da ist es es nicht so leicht, einen Parkplatz zu finden. In anderen Stadtvierteln wird die Parkplatzsuche sogar zu einem dauerhaften Ärgernis, das einem tagtäglich Lebenszeit und -qualität raubt. Und dann gibt es noch die Klosterstraße.

Volker Meinhold wohnt hier, und er sagt: „Wenn ich mal einen Parkplatz ergattert habe, fahre ich nicht mehr weg. Da gehe ich lieber zu Fuß einkaufen.“ Dass es in der Seitenstraße der viel befahrenen Oststraße trotz Anwohnerparkregelung besonders schwierig ist, einen Stellplatz für sein Fahrzeug zu finden, hat mehrere Gründe. Zum einen hat sich das Rheinwohnungsbau-Bauprojekt Pandion Francis (anstelle des alten Klosters) drei Jahre hingezogen, „in der Zeit war immer Parkraum für die Baufahrzeuge und Wagen der Arbeiter reserviert“, sagt Meinhold. Dann haben auch mehrere Restaurants und Cafés für ihre Außengastronomie Teile des Parkstreifens für Tische und Bänke abgesperrt.

Der weitaus wichtigste Grund ist aber das Feuer in dem Parkhaus an der Klosterstraße Ende April. Sieben Autos gerieten in Brand, rund 30 weitere wurden teilweise stark beschädigt, wegen der starken Rauchentwicklung musste sogar die gegenüberliegende Schule evakuiert werden. Seitdem ist das Parkhaus mit rund 250 Stellplätzen auf zwei Ebenen, die vielfach auch von Anwohnern genutzt wurden, geschlossen. Meinhold hat nach eigener Aussage von dem Verwalter erfahren, dass es vor Weihnachten auch nicht wieder öffnen wird.

Volker Meinhold hat Vorschlag, um die Odyssee zu beenden

Noch bis zum Ende des Jahres aber weiterhin die Odyssee in der Kloster- und den umliegenden Nebenstraßen, in denen das Anwohnerparken noch erlaubt ist, antreten zu müssen, will Meinhold so nicht akzeptieren. „Es muss doch möglich sein, zumindest für die restlichen Monate eine Alternativ­lösung zu finden.“ Und er hat da auch einen konkreten Vorschlag: „Man könnte doch den Anwohnern der Klosterstraße zumindest bis zum Ende des Jahres auch das Parken an der Oststraße erlauben. Das würde zumindest für ein klein wenig Erleichterung sorgen.“

Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Sabine Schmidt (CDU) hält das für eine praktikable Lösung. „Das wäre sicherlich ohne großen Aufwand für einen gewissen Zeitraum eine schnell umsetzbare Lösung“, sagt sie. Eine entsprechende Anfrage an die Stadt blieb bis gestern unbeantwortet. Auch der Verwalter der Tiefgarage, die Gebau GmbH, wollte sich zunächst nicht dazu äußern, wann das Parkhaus wieder freigegeben werden kann.

Das Parken in der Innenstadt ist nicht erst seit gestern ein großes Problem, bei der Stadt versucht man dabei vor allem die Menschen zu bewegen, das Auto gleich ganz zu Hause stehen zu lassen und auf Bus, Bahn oder Fahrrad umzusteigen. Das hilft nur den Menschen nicht, die direkt in der City wohnen und auf das eigene Auto angewiesen sind. Eine Möglichkeit könnte hingegen die vom Stadtrat beschlossene Ausweitung der Anwohnerparkgebiete sein, sodass es für Arbeitnehmer immer unattraktiver wird, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren und den Wagen dann womöglich in einem Wohngebiet abzustellen. 25 zusätzliche Bewohnerparkgebiete sollen eingerichtet werden, allerdings sind seit dem Beschluss vor fast einem Jahr erst zwei davon umgesetzt worden.

Volker Meinhold und seinen Nachbarn wird auch das nicht weiter helfen. Sie werden sich bei der Parkplatzsuche wohl weiter Tag für Tag in Geduld üben müssen. Oder, wie es Meinhold immer öfters macht, das Auto ganz stehenlassen.