1. NRW

NRW wartet auf verbindliche Bundeszusagen für Novavax-Impfstart

Kommunen warten : NRW wartet auf verbindliche Bundeszusagen für Novavax-Impfstart

Wann beginnen die Impfungen mit Novavax? Einen genauen Starttermin können das Land NRW und die Kommunen bisher noch nicht nennen. Der Blick richtet sich nach Berlin zum Bundesgesundheitsministerium.

Für den Start der Impfungen mit dem neuen Corona-Impfstoff von Novavax in Nordrhein-Westfalen wartet das Landesgesundheitsministerium noch auf verbindliche Zusagen des Bundes. Die Verteilung der Impfdosen an die Kreise und kreisfreien Städte erfolge über das Land, sobald der Bund Liefermenge und Zeitplan verbindlich festgelegt habe, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am 17. Februar und bekräftigte damit frühere Angaben. Nach bisherigen Auskünften wird der Impfstoff ab nächster oder übernächster Woche erwartet, so dass der Novavax-Impfstart Ende Februar oder Anfang März erfolgen könnte.

Das NRW-Gesundheitsministerium hatte Anfang Februar die Regeln für die Verteilung des neuen Corona-Impfstoffs von Novavax festgelegt - ihn sollen zunächst vor allem Berufsgruppen mit Impfpflicht bekommen.

Etwa 75 Prozent der verfügbaren Dosen sollen für Beschäftigte mit einrichtungsbezogener Impfpflicht reserviert werden. Etwa 20 Prozent sollen für Menschen reserviert werden, denen eine Unverträglichkeit in Bezug auf vorhandene mRNA-Impfstoffe attestiert wird. Fünf Prozent bleiben zunächst für die Allgemeinbevölkerung. Zunächst wird der Impfstoff ausschließlich für Impfangebote der Kommunen zur Verfügung stehen, hieß es.

Das Mittel von Novavax war als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen worden. Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff. Er basiert also auf einer anderen Technologie als die bisher verfügbaren Präparate.

Inzwischen haben bereits mehrere Kommunen mitgeteilt, dass sie ihre Vorbereitungen getroffen haben. So will die Stadt Düsseldorf den neuen Impfstoff den Krankenhäuser für Pflegepersonal bereitstellen. Außerdem soll die Feuerwehr in Pflegeeinrichtungen Immunisierungen anbieten.

Personen mit einer Unverträglichkeit gegenüber mRNA-Impfstoffen, ambulante Pflegekräfte mit Arbeitgeberbescheinigung sowie interessierte Bürger sollen über eine Hotline Impftermine für das Düsseldorfer Impfzentrum ausmachen können, sobald die endgültigen Liefertermine für den Impfstoff feststehen, teilte die Stadt mit.

Die Stadt Duisburg geht nach einem Bericht der „WAZ“ von einer ersten Lieferung in der Woche vom 28. Februar bis 6. März aus. Einen konkreten Liefertermin gibt es laut einer Stadtsprecherin aber noch nicht. Auch die Anzahl der Impfdosen sei noch nicht bekannt.

(dpa)