Ehemalige Dienstwagen NRW lässt 3000 ausgemusterte Polizeiautos versteigern

Düsseldorf · Streifenfahrten, Verfolgungsjagden - Polizeiautos haben ein bewegtes „Leben“. Daher werden sie auch schnell wieder ausgemustert. Das Land will jetzt zahlreiche Dienstwagen versteigern.

Neue Polizeiwagen vom Typ Mercedes Benz Vito (r) und Ford S-Max stehen im Düsseldorfer Medienhafen.

Neue Polizeiwagen vom Typ Mercedes Benz Vito (r) und Ford S-Max stehen im Düsseldorfer Medienhafen.

Foto: Marius Becker/dpa

Die Polizei in NRW will bis zu 3000 ausgemusterte Streifenwagen und andere Dienstautos versteigern lassen. Laut dem zuständigen Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) wird gerade ein Dienstleister gesucht, der den Job übernimmt. Die Streifenwagen sollen vor ihrem Verkauf fast alle in einen zivilen Zustand zurückversetzt werden.

Die auffälligen Kolorierungen sind aufgeklebt und können so entfernt werden. Blaulicht und Martinshorn kommen ebenfalls weg. Komponenten wie das Funkgerät sollen in neuen Streifenwagen wiederverwendet werden, wie aus den Ausschreibungsunterlagen hervorgeht.

Demnach sollen die Autos zum bestmöglichen Verkaufswert losgeschlagen werden. Die Firma, die die Versteigerung übernimmt, bekommt 10 Euro pro Auto plus eine prozentuale Provision. Verkauft werden auch beschädigte Autos: „Circa 10 Prozent der ausgesonderten Fahrzeuge werden zum Zeitpunkt der Aussonderung aufgrund von Unfall- oder Technikschäden nicht fahrbereit sein“, heißt es in der Ausschreibung.

Die Versteigerung soll über drei Jahre laufen. Ob es am Ende wirklich 3000 Autos werden oder einzelne Streifenwagen noch länger gefahren werden müssen, ist noch unklar: Laut den Ausschreibungsunterlagen hängt das vom Haushalt ab - und der Frage, wie viele Neufahrzeuge sich NRW leisten kann.

Als Streifenwagen hatte die Polizei zuletzt die Modelle Mercedes Vito und Ford S-Max eingeführt. Da der Ford S-Max nicht mehr als Diesel-Variante hergestellt wird, kamen zuletzt nur noch neue Mercedes-Fahrzeuge dazu. Wann nach ganz neuen Modellen gesucht wird, ist laut LZPD „noch nicht final entschieden“.

© dpa-infocom, dpa:240517-99-63953/4

(dpa)
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