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NRW: Corona-Lockdown in Gütersloh bleibt bestehen

NRW : Corona-Lockdown in Gütersloh bleibt bestehen

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies bleibt das öffentliche Leben vorerst stärker eingeschränkt als im Rest NRWs. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beurteilt die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen trotz des massiven Ausbruchs bei Tönnies optimistisch.

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies bleibt das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh für eine weitere Woche bis zum 7. Juli eingeschränkt. Für den Nachbarkreis Warendorf dagegen laufen Einschränkungen um 0 Uhr in der Nacht zu Mittwoch aus, wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Montag in Düsseldorf sagte.

Das Robert Koch-Institut hatte in der Nacht zu Montag neue Zahlen zur sogenannten Sieben Tage-Inzidenz veröffentlicht. Demnach liegt die im Kreis Gütersloh die Kennziffer der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage noch deutlich über der Marke von 50. Demnach setzte sich nach sehr hohen Werten durch den Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies der Abwärtstrend fort. Laut den jüngsten RKI-Daten gab es im Kreis Gütersloh nun 112,6 solche Fälle innerhalb der vergangenen sieben Tage nach zuvor 132,9 am Sonntag und 164,2 am Samstag. Am Dienstag hatte dieser Wert noch 270,2 betragen.

Der Kreis Gütersloh ist nach den RKI-Zahlen weiterhin der einzige Kreis in ganz Deutschland oberhalb der wichtigen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Hintergrund ist der massive Ausbruch des Coronavirus beim Fleischwerk von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in dem Kreis. Der seit Mittwoch geltende regionale Lockdown war bisher bis zum 30. Juni befristet.

Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, war die wichtige Kennziffer für die Pandemie-Bekämpfung schon am Freitag mit 47,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen unter die wichtige Marke von 50 gefallen. Nach Daten von Montag liegt der Wert aktuell bei 22,0 Fällen.

Laumann: Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen so gut, „wie es sich vor Wochen keiner vorstellen konnte“

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beurteilt die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen trotz des massiven Ausbruchs bei Tönnies optimistisch. Die Lage sei so gut „wie es sich vor Wochen keiner vorstellen konnte“, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen gebe es aktuell noch 3881 Infizierte. Von ihnen seien 232 im Krankenhaus, 75 würden auf einer Intensivstation behandelt. Es werde aber immer wieder ein Aufflammen der Pandemie „an der einen oder anderen Stelle“ geben, warnte Laumann. Deshalb sei es wichtig, dass bei Infektionen die Nachverfolgung der Kontaktpersonen funktioniere.

(dpa)