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Nach Utrecht: NRW-Bundespolizei kontrolliert verstärkt an Grenze

Kleve : Bundespolizei kontrolliert nach Schüssen von Utrecht verstärkt an deutscher Grenze

Nach den Schüssen in Utrecht kontrolliert die Bundespolizei verstärkt an der Grenze zur Niederlande. Alle verfügbaren Kräfte sollen im Einsatz sein.

Nach dem tödlichen Angriff im niederländischen Utrecht hat die Bundespolizei ihre Kontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze verstärkt. Es gebe eine "erhöhte Kontrolldichte", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montagnachmittag auf AFP-Anfrage in Berlin. Aus laufendem Verkehr würden Fahrzeuge kontrolliert, sagte der Sprecher. Es fänden "zielgerichtete Kontrollen angesichts der Lageerkenntnisse" statt.

Auch das Bundespolizeipräsidium in Potsdam teilte mit, die Bundespolizei habe "ihre grenzpolizeilichen Fahndungsmaßnahmen unter anderem an der deutsch-niederländischen Grenze sowie im bahnpolizeilichen Bereich intensiviert".

Die niederländische Polizei fandet im Zusammenhang mit der Tat von Utrecht nach einem 37-jährigen Mann türkischer Herkunft. Die Polizei in dem Nachbarland veröffentlichte im Kurzbotschaftendienst Twitter ein Foto des in der Türkei geborenen Gökman T. und bat die Bürger, nach dem Verdächtigen Ausschau zu halten. "Nähern Sie sich ihm nicht", warnte die Polizei.

Bei dem Angriff in einer Straßenbahn und an anderen Orten hatte der Schütze am Montag nach Angaben des Bürgermeisters von Utrecht, Jan van Zanen, mindestens drei Menschen getötet. Neun Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Ein "mögliches terroristisches Motiv" sei Gegenstand der Ermittlungen, teilte die niederländische Polizei auf Twitter mit.

Ein möglicher Täter soll auf der Flucht sein.

(dpa)