Streit um Hund: Mops-Streit: Stadt glaubt nicht an Erfolg der Klägerin

Streit um Hund : Mops-Streit: Stadt glaubt nicht an Erfolg der Klägerin

Im Streit um den via Ebay versteigerten Mops „Edda“ sieht die Stadt Ahlen einer Klage der neuen Besitzerin nach eigenem Bekunden gelassen entgegen.

Die Forderungen seien wohl „ohne große Erfolgsaussichten“, sagte Bürgermeister Alexander Berger am Montag laut Redetext für die Sitzung des Finanzausschusses der westfälischen Stadt. Zu dieser Einschätzung komme das Gutachten einer beauftragten Kanzlei. Den Ausgang des Verfahrens warte man daher „ruhig und gelassen“ ab. Im Dezember hatte die Polizeibeamtin Michaela Jordan die zuvor von einer Ahlener Familie gepfändete und als „kerngesund“ angepriesene Hündin gekauft, die sich dann mehreren teuren Augen-Operationen unterziehen musste.

„Die Stadt Ahlen hat bei der Pfändung und dem Verkauf rechtmäßig gehandelt“, betonte der parteilose Politiker erneut und verwies auf die Schulden der Familie bei der Stadt. Und: „Das Tierwohl war nie gefährdet“, hieß es in dem Manuskript, das parallel zur Sitzung auch den Medien zuging. Jordan - sie hat die inzwischen weithin bekannte Mopsdame in „Wilma“ umbenannt - fordert mit ihrer Klage den Kaufpreis von 690 Euro und alle Tierarztkosten zurück, die sich ihrem Anwalt Wolfgang Kalla zufolge derzeit auf rund 2000 Euro belaufen.

Die heftig kritisierte Stadtspitze hatte bereits eingeräumt, dass die Nutzung des privaten Ebay-Kontos eines Mitarbeiters falsch gewesen sei. Um den Vorfall auch „arbeitsrechtlich sauber“ aufzuarbeiten, sei weitere Aufklärung veranlasst, sagte nun Berger. Hundebesitzerin Jordan hatte auch Strafanzeige wegen Betrugs gegen einen städtischen Vollziehungsbeamten eingereicht.

(dpa)
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