WZ-Interview mit Oliver Faller (FDP), Wahlkreis 49

WZ-Interview mit Oliver Faller (FDP), Wahlkreis 49

Warum kandidieren Sie?Ich kandidiere, weil ich die Stadt Mönchengladbach mit liberalen Themen im Landtag vertreten möchte.

Welche Koalitionspartner auf Landesebene können Sie sich grundsätzlich nach der Wahl vorstellen? Mit wem würden Sie keine Gespräch führen?
Für mich würde als Koalitionspartner nur die CDU in Frage kommen.

Wie schätzen Sie Ihren Bekanntheitsgrad ein?
Meinen Bekanntheitsgrad kann ich leider nicht einschätzen. Ich bin mir jedoch sicher, dass ich ihn in den letzten Wochen erhöht habe.

Was halten Sie für Ihren größten Erfolg in der vergangenen Legislaturperiode/Ihrer politischen Arbeit bisher? Was hätten Sie besser machen können bzw. müssen?
Die größten Erfolge der FDP sind aus meiner Sicht, dass die 6,7 Milliarden Euro jährlicher Neuverschuldung der rot-grünen Vorgängerregierung gestoppt wurde und, hätte es die WestLB nicht gegeben, ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden konnte.Verbesserung sehe ich darin, dass der Elternwille bei der Schulwahl stärker berücksichtigt werden muss.

Wie sehen Sie das: Ist es schwierig, ausgerechnet für die Stadt Mönchengladbach im Landtag zu sitzen?
Da ich in Mönchengladbach wohne und es nur in Frage kommt, für meine Stadt in den Landtag zu gehen, kann ich nicht beantworten, wie es ist für eine andere Stadt in den Landtag zu gehen. Ich glaube jedoch nicht, dass es einen Unterschied gibt.

Wenn ein Bürger Sie im Straßenwahlkampf nach Ihren politischen Zielen fragt, was sagen Sie, wofür Sie und ihre Partei im Land stehen, wenn sie es in nur drei Sätzen sagen können?
Wir wollen mehr Gerechtigkeit, mehr Arbeitsplätze und niedrigere Abgaben für die Menschen in Mönchengladbach.Wir möchten nicht nur die Ausgabenseite der Stadt straffen, sondern auch die Einnahmen verbessern, indem wir mehr Firmen nach Mönchengladbach holen und so zusätzlich neue Arbeitsplätze schaffen.

Nennen Sie Ihr größtes/wichtigstes Ziel in den Bereichen...
Wirtschaft:
Kleine und mittelständische Unternehmen entlasten.
Soziales:Ausbildungsplätze schaffen, um jungen Menschen die Möglichkeit einer Berufsausbildung zu geben.
Bildung:Am jetzigen Schulsystem festhalten und die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen erhöhen. Mehr Lehrer einstellen, um den Unterrichtsausfall weiter zu senken.
Kultur:Der Kulturförderetat wurde von der CDU-FDP-Regierung auf 70 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Es gilt, dieses Niveau zu halten, damit Kultur im Land weiter gefördert werden kann.
Sport:Förderung von Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Senioren und Frauen.
Verkehr: Der Ausbau und der Erhalt des Straßennetzes in NRW.


Was ist für Sie die größte Herausforderung jetzt im Wahlkampf?
Alles unter einen Hut zu bringen und alle Fragen pünktlich zu beantworten.

Was sagt Ihre Familie zu der Kandidatur?
Meine Familie findet die Kandidatur gut und unterstützt mich dabei.

Wer sind Ihre politischen Vorbilder?
Ich habe keine politischen Vorbilder, man muss in Fußstapften treten, die man jedoch nie ausfüllen kann. Es gibt aber viele Politiker, die ich sehr schätze, wie beispielsweise Hans-Dietrich Genscher.

Was wäre der Plan B, wenn es nicht gelingen sollte, in den Landtag einzuziehen?
Sollte es mir wider Erwarten nicht gelingen in den Landtag einzuziehen, dann werde ich meinem Arbeitgeber als technischer Angestellter erhalten bleiben und mein Engagement in der Lokalpolitik ausweiten.

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