Wahlen: Der Frust bei Schroeren sitzt tief

Wahlen: Der Frust bei Schroeren sitzt tief

Junge Union traut dem neuen Fraktionschef der CDU viel zu – doch alle seien gefordert.

Mönchengladbach. Eigentlich wollte Michael Schroeren, Mitglied des Landtages, wieder CDU-Bürgermeister werden. Doch die eigene Stadtratsfraktion, die WZ berichtete, machte dem bekannten Christdemokraten einen Strich durch die Rechnung. Wenn auch nur knapp, schickt die CDU die ehemalige Odenkirchener Bezirksvorsteherin Renate Zimmermanns ins Rennen. Die selbstbewusste CDU-Frau bekam zwölf, Schroeren zehn Ja-Stimmen.

Am 6. November, 14 Uhr, wenn sich der neue Stadtrat im Kaisersaal der Erholung zusammensetzt, wird Zimmermanns wohl die 2. Bürgermeisterstelle bekommen. Als 1. Stellvertreter von OB Norbert Bude (SPD) ist nun Klaus Schäfer und nicht Uli Elsen (beide SPD) vorgesehen. Er würde von der mehrheitlichen Ampel-Koalition gewählt.

Zu Stellvertretern des neuen CDU-Fraktionschefs Hans-Peter Schlegelmilch wurden Robert Baues, Friedhelm Stevens und Karl-Heinz Schiffer gekürt. Frank Boss verzichtete auf einen Stuhl im neuen Fraktionsvorstand. Dem Beirat gehört der langjährige Fraktionssprecher Rolf Besten an.

Die Junge Union ist "hoch erfreut" über die Wahl Schlegelmilchs. Er sei "eine absolute Bereicherung" für die politische Kultur in der CDU, sagt JU-Chef Daniel Bauer, ein entschiedener Gegner Bestens. Eine Person, nämlich Schlegelmilch, allein könne aber die grundlegenden wie notwendigen Veränderungen in der CDU nicht herbeiführen. Hier seien alle gefordert.

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