Verkehrssicherheit: Abbiegen mit Kai und Jünter

Verkehrssicherheit: Abbiegen mit Kai und Jünter

„Tote Winkel“ sind bei großen Fahrzeugen besonders gefährlich. Das wurde am Donnerstag in Rheydt gezeigt.

Mönchengladbach. Streifenwagen, Polizisten und zwei Kranwagen — es war einiges los am Donnerstagmittag an der Rheydter Kreuzung Limitenstraße/Stresemannstraße/Gracht. Neugierige Blicke von Autofahrern und Passanten und die Frage, warum die Kreuzung sogar für rund ein Viertelstunde gesperrt wurde, waren die Folge.

Es gab aber keinen Grund zur Sorge. Es handelte sich um eine Demonstration von Gefahren im Straßenverkehr im Rahmen des Projektes „Abbiegen — aber sicher“, das seit Anfang des Jahres gemeinsam von Polizei, Stadtverwaltung und Verkehrswacht getragen wird.

Im Mittelpunkt standen der als prominenter „Botschafter“ verpflichtete Formel-Eins-Moderator Kai Ebel und ein Riesen-Truck des Vereins „Transportbotschafter“, der für mehr Partnerschaft im Straßenverkehr wirbt.

Gladbacher Ebel erläuterte die Gefahren, während der 440 PS starke, mehr als 16 Tonnen schwere und über 16 Meter lange Truck von der Gracht nach links in die Limitenstraße einbog. Borussen-Maskottchen Jünter überquerte die Kreuzung als Fußgänger — und mit Handy am Fohlen-Ohr.

„Man darf sich nicht ablenken lassen und sollte deshalb im Straßenverkehr nicht telefonieren“, mahnte Ebel. Der Truck hatte inzwischen gewendet und bog von der Limitenstraße nach rechts in die Gracht ab. Dabei wurde deutlich, wie groß der „tote Winkel“ ist — jener Bereich, in dem der Fahrer einen Fußgänger nicht sieht.

Große Lkw haben zwar viele in verschiedene Winkel eingestellte Spiegel. Die können den „toten Winkel“ zwar verkleinern, aber nicht völlig aufheben. Die „Transportbotschafter“ versuchen immer wieder, mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie dieser für mehr Partnerschaft im Straßenverkehr zu werben und passen deshalb zum Gladbacher Projekt.

„Ein Lkw hat vier ,tote Winkel’. Darin kann eine ganze Schulklasse verschwinden. Deshalb sollten Fußgänger lieber defensiv sein und dem Lkw die Vorfahrt lassen“, sagt Jochen Dieckmann, der Fahrer des Riesen-Trucks.

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