Tausende Kinderpornos

Ein 47-Jähriger nutzte Tauschbörsen.

Mönchengladbach. Mehrere 10 000 kinderpornografischer Bilder hat die Polizei bei einem 47-Jährigen sichergestellt. Der Familienvater, der in Gladbach lebt, räumte die Taten ein, sagte Donnerstag ein Polizeisprecher. Er habe über Jahre im Internet einschlägige Tauschbörsen genutzt. Der Sprecher sagte weiter: „Das ist die bislang größte Sammlung kinderpornografischen Materials, die wir in Gladbach entdeckt haben.“

Der Beschuldigte, zu dem die Polizei keine näheren Angaben macht, war dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg aufgefallen. Die Stuttgarter hatten Internet-Auftritte überprüft. Unter den Männern, die mit solchen Bildern auch handelten, fiel der Gladbacher auf. Er soll in einem seriös wirkenden Umfeld wohnen.

Bereits im Februar 2012 war die Wohnung des Beschuldigten durchsucht worden. Dabei wurde gleich kistenweise Beweismittel sichergestellt — Computer wie Datenträgern. Wegen der Fülle der Dateien werteten sie mehrere Beamte des Düsseldorfer Landeskriminalamtes (LKA) aus.

Die Bestände umfassen neben den sehr vielen kinderpornografischen Bildern auch über 200 Videos mit Kinder- und Jugendpornografie. Hinzu kommen rund 90 000 so genannter Präferenzbilder. Sie sind auf 380 CDs gebrannt. Hierbei handelt es sich um Fotos von Kindern, die aufreizend posieren und leicht bekleidet sind. Für den Besitz dieser Präferenzfotos könne der Mann nicht bestraft werden.

Da die langen Ermittlungen jetzt abgeschlossen seien, wurde die dicke Akte an die Staatsanwaltschaft übergeben. Die werde Anklage erheben, hieß es. ba.

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