Tank zugeschüttet: Arbeiten am Schillerplatz gestartet

Tank zugeschüttet: Arbeiten am Schillerplatz gestartet

Zunächst gibt es nur Vorarbeiten. Der eigentliche Start der Umbauarbeiten ist nach dem Greta-Markt am 5. Juli geplant.

Mönchengladbach. Es tut sich was am Schillerplatz — endlich. Aber halt, das ist nicht der Beginn der Umbauarbeiten, die den Platz noch schöner und besser nutzbar machen sollen, es ist der Start der Vorarbeiten, der gestern beobachtet werden konnte. Ein unterirdisches Bauwerk muss verfüllt werden — ein gemauerter und mit einer Betondecke versehener Löschwasserbehälter aus dem Zweiten Weltkrieg, der sich in 1,50 Meter Tiefe unter dem Platz befindet. Der 35 Meter lange und vier Meter hohe und breite Löschwasserbehälter wird jetzt mit 500 Kubikmeter Dämmmasse aus Trockenpulver verfüllt. Die Masse soll sich im Laufe der Zeit komplett verhärten. Noch zwei Tage, so hieß es gestern, brauchen die Arbeiter für das Einfüllen des Materials, dann ist vorläufig wieder Schluss. Denn die endgültige Umgestaltung des Schillerplatzes geschieht erst nach dem Greta-Markt, der am 5. Juli auf dem Platz stattfinden wird.

Nach all den Verzögerungen, Irrungen und Wirrungen, soll es in diesem Sommer ganz bestimmt etwas werden. Denn eigentlich sollte der Baubeginn bereits im Sommer 2014 sein, dann wurde verschoben auf Dezember 2014, dann stieß die Stadt auf das Wasserreservoir unter dem Platz — und da wurde der Start für die Umgestaltung halt noch einmal verschoben. Dabei hätte die Verwaltung von dem unterirdischen Behälter wissen müssen. Reinhold Schiffers, der das Engagement der Bürger für den Platz im Gründerzeitviertel in seiner Zeit als Bezirksvorsteher nachdrücklich unterstützte, hatte das der Stadt vorgeworfen.

Schwamm drüber. Bald sollte der Platz so aussehen, wie er in diversen Workshops geplant wurde. Mit einer etwa 15 Meter langen Bank aus Natursteinblöcken, die in unterschiedlicher Höhe eingebaut diagonal zur Platzmitte führt, einer langen Bank an der verbleibenden Betonmauer entlang der Kaiserstraße, einer durch Klinkersteine gepflasterten Platzfläche und Sitzgelegenheiten, die zum Teil aus den vorhandenen Betonelementen entstehen, soll der Platz vor allem ein Treffpunkt für die Anwohner für Feste, Begegnungen und Veranstaltungen werden. Gleichzeitig wird der Platz durch die Beseitigung der Beete nach außen geöffnet.

Ungefähr drei Monate hat die Stadt für die Arbeiten am Platz veranschlagt. Zum Schluss werden die Boulevard-Eichen rund um den Platz gepflanzt. Das heißt, gegen Ende des Jahres können die Bewohner des Gründerzeitviertels ihren neuen Platz feiern.

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