Stadtplanung: Gladbachs neues Gesicht soll grün sein

Stadtplanung: Gladbachs neues Gesicht soll grün sein

Der Vorschlag von MG 3.0 stößt auf einhellige Begeisterung bei Bürgern, Politik und Verwaltung.

Mönchengladbach. Ein grünes Band windet sich durch Mönchengladbach: Der Verlauf des alten Gladbachtals wird als Grünzug mit viel Wasser nachempfunden. In der Verlängerung der Bismarckstraße erhebt sich der Gladbachturm als neue Landmarke. Das Hochschulviertel wird stärker in die Stadt eingebunden, die Charakteristika Rheydts werden erhalten und verbessert.

Das sind die großen Linien, die der Masterplan 3.0 für die Zukunft der Stadt zeichnet. Die Stadtplaner aus dem Büro des britischen Stararchitekten Sir Nicolas Grimshaw haben ganze Arbeit geleistet. Sie haben in vielen Workshops und Gesprächsrunden Informationen zusammengetragen und einen Plan vorgelegt, der die Eigenarten der Stadt betonen, die Lebensqualität verbessern und die Attraktivität steigern soll.

Die Wiederbelebung des Gladbachs als Grünzug schafft neue Verbindungen durch die Stadt. Der Parkplatz am Fuß des Abteibergs soll verschwinden, um das wunderbare Postkartenmotiv des Münsters wieder wirksam werden zu lassen. Der Berliner Platz soll von der Schließung der Stepgesstraße profitieren und leicht versetzt am jetzigen unteren Ende der Stepgesstraße neu entstehen. Auf dem Gelände des jetzigen Jugendzentrums Step soll die Mediathek zentrumsnah gebaut werden und die Kulturachse am Abteiberg verstärken. In der City Ost ist hochwertige Büro- und Wohnbebauung vorgesehen. Richtung Gewerbegebiet Ost ist ein Forschungspark vorgesehen.

In Rheydt sollen durch die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes Stadttheater und Schmölderpark besser vernetzt werden. Auch eine Straßenbahn zwischen den Zentren von Gladbach und Rheydt ist angedacht.

Politik und Verwaltung äußern sich einstimmig positiv zu den Plänen. Sie sollen im März den Rat passieren und dann die Grundlage für Ideen bilden, die auf der großen Immobilienmesse Expo Real im Oktober 2013 in München vorgestellt werden sollen. „Das ist ein ambitionierter Zeitplan, aber möglich“, sagt Baudezernent Andreas Wurff.

Dabei ist klar, dass der Plan nicht in Gänze kurzfristig realisierbar ist. Aber an einigen Stellen kann es schnell gehen: in der City-Ost sind die Voraussetzungen schon geschaffen. Hier hatte die Politik Baupläne des Investors Aurelis gestoppt, um den Masterplan, der hier Grünflächen und Bürogebäude vorsieht, nicht zu konterkarieren. Auch auf der Bleichwiese könnten Projekte schnell entwickelt werden.

Natürlich ist das nicht zum Nulltarif zu haben, aber alle Beteiligten sind optimistisch. Durch größere Attraktivität sollen auch Unternehmen angelockt und so Steuereinnahmen generiert werden.