Sauseschritt statt Schneckentempo - Ab 2013 Breitbandverbindung für die Unternehmen im Nordpark

Sauseschritt statt Schneckentempo - Ab 2013 Breitbandverbindung für die Unternehmen im Nordpark

Ab 2013 soll den Unternehmen im Nordpark eine Breitbandverbindung zur Verfügung stehen. Die Planungen laufen.

Mönchengladbach. Für alle im Nordpark ansässigen Unternehmen hat die Entwicklungsgesellschaft der Stadt (EWMG) eine positive Nachricht: Nach langem Kampf soll in dem Industrie- und Gewerbegebiet Anfang 2013 die lang ersehnte Internet-Breitbandversorgung verfügbar sein.

„Schon seit die ersten Nutzer aus der IT- und Werbebranche in die denkmalgeschützten Häuser im Nordpark eingezogen sind, gibt es eine begründete Nachfrage nach diesem schnellen Hochleistungsnetz“, sagt Rolf Theißen, EWMG-Geschäftsbereichsleiter Planung. Nun sei die lange währende Initiative der EWMG und der städtischen Wirtschaftsförderung positiv abgeschlossen.

In diesen Tagen wurde der Kooperationsvertrag mit der Telekom unterschrieben. Laut Gregor Theißen, kommunaler Ansprechpartner der Telekom für den DSL-Ausbau, werden in diesem Jahr die Voraussetzungen für die schnellere Internettechnologie im Nordpark mit rund 500 Anschlüssen geschaffen.

Ist die Planungsphase für die Verlegung der rund 1,5 Kilometer Glasfaserkabel abgeschlossen, soll in der zweiten Jahreshälfte gebuddelt werden. „Die Kabel werden unter der Aachener und der Gladbacher Straße verlegt. Dann werden der Denkmalbereich, die Businessparks I und II sowie das Wohngebiet Dahlener Heide versorgt“, sagt der EWMG-Chef Ulrich Schückhaus.

Die EWMG investiert bis zu 60 000 Euro. „Der Rest kommt von der Telekom“, sagt Rolf Theißen. Laut Telekom kostet allein der Tiefbau pro Kilometer 70 000 Euro.

Die Nutzer werden ab 2013 schnellere DSL-Leitungen (16 Mbit/s) und VDSL-Leitungen (bis zu 50 Mbit/s) haben. „Wenige große Firmen konnten sich bislang mit speziellen Standleitungen behelfen, die die Geschwindigkeit erhöhen, aber mehr Geld kosten. Die breite Masse hatte mit Übertragungsproblemen und langsamen Verbindungen zu kämpfen — ein klarer Standortnachteil“, sagt Schückhaus. „Breitband ist für den Nordpark dringend notwendig. Heute benötigt es beinahe jedes Unternehmen für viele Arbeitsabläufe.“

Auch der Gladbacher CDU-Bundestagsabgeordnete Günter Krings, der die Breitband-Initiative lange unterstützt, ist zufrieden. Allerdings seien einige Stadtgebiete, vor allem Außenbezirke noch schlecht vernetzt (siehe Grafik). „Hier fühlen wir uns von der Telekom im Stich gelassen. Auch die Stadt muss dort mehr tun.“

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