Samba im Namen, Karneval im Blut

Samba im Namen, Karneval im Blut

Sascha Kruchen aus Giesenkirchen hofft mit einem eigenen Stimmungslied auf einen Sieg.

Mönchengladbach. Sein Name ist Samba Sascha. Wenn er mit seinem Keyboard auf der Bühne steht, erklingt Pop, Rock und Schlagermusik. Letzteres besonders gerne in seiner karnevalistischen Ausprägung. Sascha Kruchen, so der richtige Name des Giesenkirchener Stimmungssängers, steht auf der Bühne, seitdem er 15 Jahre alt ist. „Ich habe im Karneval angefangen“, erzählt der Musiker. Nun hat der 38-Jährige sein erstes Karnevalslied aufgenommen und möchte damit durchstarten. „Dat bes do“ ist im Rennen um den Titel „Närrischer Ohrwurm“, einem Wettbewerb des Lokalradiosenders Antenne Düsseldorf.

Der „Närrische Ohrwurm“ wird zum sechsten Mal gesucht. Knapp 40 Lieder wurden in dieser Session eingereicht, davon haben es 25 ins Online-Voting geschafft. „Dat bes do“ muss sich nun gegen eine Konkurrenz mit viel Lokalkolorit behaupten wie „Heimweh nach Düsseldorf“, „In d’r Altstadt“ oder „Düsseldorf heißt Leben . . . ihr macht uns high“, der Song des Prinzenpaares 2012.

Unerwarteten Erfolg hatte Samba Sascha mit seinem Lied bereits in Österreich, wo er bis auf Platz vier der Singlecharts eines Downloadportals eingestiegen war. „Wir waren zu dieser Zeit zufällig auch in Österreich im Urlaub“, erzählt Kruchen. Der Vater von drei Kindern kann sich diesen Erfolg nicht recht erklären. Vielleicht liegt es daran, dass Karnevalsmusik bei Après-Ski-Partys sehr gefragt ist.

Eine eingängige Melodie, ein Refrain, den man leicht mitsingen kann — das braucht ein gutes Karnevalslied. Und das bringt „Dat bes do“ mit. Über einen Sieg in Düsseldorf würde sich der Radio-Moderator, der als Chef vom Dienst beim Lokalsender NE-WS 89.4 in Neuss arbeitet, sehr freuen. „Es ist spannend, was ganz anderes. Es kann alles passieren.“

Auch in dieser Session ist Kruchen bei zahlreichen Partys und Karnevalszügen Gast. Er würde sich über einen Sieg freuen und erst recht, wenn sich eine Plattenfirma fände, die weitere Lieder unter seinem Alias herausbringt. Seinen Künstler-Namen verdankt er einem Zufall. Jemand habe ihn gefragt, welchen Namen man den auf ein Plakat zur Ankündigung drucken solle. Da musste er an den Alleinunterhalter Mambo Kurt denken. Und so wurde Samba Sascha geboren.

Der Wettbewerb „Närrischer Ohrwurm 2012“ läuft bis 10. Februar. Bis dahin kann man auf der Webseite des Senders über den besten Karnevalshit abstimmen. Am 10. Februar werden alle Kandidaten im Radio gespielt und der Gewinner gekürt. In die finale Entscheidung fließt aber auch die Stimme der Antenne- Düsseldorf-Redaktions-Jury ein.

www.antenneduesseldorf.de

Mehr von Westdeutsche Zeitung