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Roermonder Straße: Nervenprobe für die Anwohner

Roermonder Straße: Nervenprobe für die Anwohner

Die Baustelle ist bereits seit September 2015 eine Belastung. In den Sommerferien gibt es eine Vollsperrung.

Mönchengladbach. Wie eine Riesenkrake schiebt sich die Baustelle durch die Roermonder Straße. Abschnitt für Abschnitt wird aufgerissen. Seit September vergangenen Jahres geht das schon so. Und abgeschlossen wird die Baumaßnahme nicht vor Mitte 2016 sein. Das Teilstück, in dem der Energieversorger NEW eine neue Kanalisation verlegt, ist dabei nicht einmal extrem lang — 570 Meter vom Hamerweg bis zum Metzenweg.

Aber die Anwohner und Geschäftsleute werden in ihrem Umfeld stark beeinträchtigt. Sie müssen nervenstark sein. Lärm und Staub sind eine Last, aber ein viel größeres Problem ist die nicht immer einfache Passierbarkeit der Roermonder Straße selbst und der Nebenstraßen.

„Es sind Busse weggefallen, ältere Leute mit Rollator kommen kaum noch vorwärts“, sagt die Apothekerin Andrea Prochaska. Ihre Sonnen-Apotheke hat die Adresse Roermonder Straße 111. Vor dem Haus klafft ein großes Loch.

Dennoch ist sie entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Dabei weiß sie genau, was auf sie und ihre Nachbarn zukommen wird. In den Sommerferien geht es noch mal richtig rund auf der Baustelle:

Ab dem 27. Juni bis zum 11. August wird die Roermonder Straße vom Metzenweg bis zum Hensenplatz voll gesperrt, es gibt auch keine Durchfahrt mehr für Busse.

Alternativ zu den beiden Bushaltestellen, die stadtauswärts wegfielen, wird der Stadtteil jetzt am Hensenweg sowohl stadteinwärts als auch stadtauswärts von den Buslinien 3 und 33 angefahren. Auf der Roermonder Straße / Einfahrt Metzenweg bis Sonnen-Apotheke werden Parkplätze eingerichtet. Auf der Bergerstraße wird die Einbahnstraßenregelung aufgehoben, die Straße darf in beide Richtungen befahren werden. Auch die Roermonder Straße wird von der Bahnüberführung bis zum Hensenplatz wieder beidseitig befahrbar sein. Parkmöglichkeiten für die Kunden der Geschäfte gibt es auf dem Kirmesparkplatz an der Unteren Straße.

Immerhin: Wenn die Straße soweit wieder hergerichtet ist, soll die Verkehrssicherheit deutlich erhöht werden. Außerdem soll die Roermonder Straße selbst markierte Streifen für Radfahrer sowie eine veränderte Anordnung der Parkplätze erhalten.