Radfahren mit Hindernissen

Radfahren mit Hindernissen

Vor allem Bettelampeln und Drängelgitter stellen sich als Problem heraus.

Mönchengladbach. „Den Mönchengladbacher Fahrradfahrern wird einiges zugemutet“, findet Dirk Rheydt, zweiter Vorsitzender des Allgemeinen deutschen Fahrradclubs (ADFC) Mönchengladbach. Deswegen hat er vergangenen Freitag dazu aufgerufen, sich mit ihm auf den Weg zu machen und die Hindernisse für Fahrradfahrer in der Stadt zu dokumentieren. 20 Leute waren gekommen — und das trotz Regen.

„In Mönchengladbach gibt es fortwährend Bettelampeln und Drängelgitter. Das behindert Fahrradfahrer und Fußgänger gleichermaßen“, sagt Rheydt. Bettelampeln sind die Ampeln, die nicht automatisch auf grün umspringen . „Der Fahrradfahrer muss erst drücken und dann eine ganze Ampelphase warten“, sagt Rheydt und das könne schon mal bis zu fünf Minten dauern. Viele würden dann einfach über die rote Ampel gehen oder fahren und sich in Gefahr bringen.

Als weitaus nerviger empfindet Rheydt aber die Drängelgitter. Vor vielen Jahren gebaut, sollen sie Radfahrer vor einer dahinterliegenden Gefahr schützen, zum Beispiel einer großen Straße. „Die sind aber absoluter Murks“, sagt Rheydt. Bei Kinderspielplätzen findet auch Rheydt sie sinnvoll, um zu verhindern, dass Kinder auf die Straße rennen. Bei Radwegen hingegen stellen sie für ihn eine zusätzliche Gefahr da.

„Die Drängelgitter sind viel zu eng, da kommt man schlecht durch.“ Schieben sei auch nicht möglich, „dann ist man ja noch breiter“. Gefährlich sei das, weil die Radfahrer sich aufs Durchfahren konzentrierten und nicht mehr auf die etwa dahinterliegende Straße.

„Ich bin als Radfahrer ja auch dankbar, wenn mich jemand auf eine Gefahr hinweist“, sagt Rheydt. Doch das ginge auch anders durch Schilder oder Poller. „Hat man Kinderanhänger oder Satteltaschen dabei, wird das Durchkommen noch mal komplizierter.“ Weil die Stadt ja das gleiche Ziel habe — für Fahrradfahrer attraktiv zu sein — hofft Rheydt nun, dass alle Drängelgitter überprüft und gegebenenfalls entfernt werden.

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