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Prozess in Mönchengladbach: Angeklagter bestreitet Todesdrohung gegen Polizistin

Prozess in Mönchengladbach : Angeklagter bestreitet Drohungen

Im Prozess um eine Messerstecherei vor dem Berufskolleg Volksgarten schilderte der angeklagte 22-Jährige den Streit mit zwei Kontrahenten aus seiner Sicht.

Am dritten Tag im Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung sagte jetzt der Angeklagte aus. Ein 22-Jähriger soll zwei Mitschüler des Berufskollegs mit einem Messer angegriffen und eine Polizistin mit dem Tode bedroht haben.

In seiner Einlassung erklärte der Angeklagte, in der Pause seien ihm zwei Jungen entgegengekommen, von denen einer ihn lange angestarrt habe. Auf die Frage, was das solle, seien beide auf ihn zugekommen. Der, der ihn angeschaut hätte, habe zum Schlag ausgeholt, den er erwidert hätte. Beide hätten ihn dann geschlagen. Er habe sich gewehrt, dann rückwärts wegbewegt, sein Messer aus dem Hosenbund gezogen und in Richtung der beiden gehalten. Einer habe ihn erneut geschlagen, so dass er ihn einmal gestochen habe. Dann habe auch der andere wieder zugeschlagen, woraufhin er auch ihn gestochen habe. Der andere habe ihn an der Jacke festgehalten. Beim Versuch, ihn abzuwehren, habe er ihn mit dem Messer im Gesicht verletzt, es sei keine Absicht gewesen. Er habe den ersten weglaufen sehen, als er sich zum zweiten umdrehte, sei dieser auch weg gewesen. Er sei dann mit Mitschülern Richtung Toilette gegangen, habe mehrfach gefragt „wo ist er?“. Damit habe er gemeint, dass er dem Schläger nicht nochmals begegnen wollte.

Im weiteren Verlauf gab er die angeklagte Beleidigung der Polizistin zu, erklärte aber, sie nicht bedroht zu haben. Die Beamtin sagte später aus, dass der 22-Jährige „übelste Beleidigungen ausgesprochen“ habe. Ein Teilmitschnitt der Tirade soll bei einem späteren Termin angehört werden. Ein Zeuge berichtete von einer gewaltsamen Fortsetzung einer Diskussion zwischen den drei Beteiligten und dass die beiden Geschädigten zuerst ihre Fäuste einsetzten. Ebenfalls berichteten Zeugen, dass der Angeklagte nach der Tat sehr aufgebracht gewesen sei und obszöne Beleidigungen ausgerufen habe. Ein 19-Jähriger beschrieb ihn als „unkontrolliert und wütend“, er habe „den Wahnsinn in den Augen“ gehabt.