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Polizei nimmt nach Messerstecherei in Rheydt fünf Jugendliche fest

Polizei nimmt nach Messerstecherei in Rheydt fünf Jugendliche fest

Ein 18-Jähriger wurde lebensgefährlich verletzt und musste notoperiert werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Totschlags.

Worum es bei der Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen am Montagabend in Rheydt ging, ist noch nicht bekannt. Fest steht, dass der Streit eskalierte. Bei einer Attacke mit Holzknüppeln und Messer wurde ein 18-Jähriger schwer verletzt. Er wurde durch eine Not-Operation gerettet. Sein Zustand soll mittlerweile wieder stabil sein. Gegen 20 Uhr hatte die Polizei mehrere Notrufe aus dem Bereich Mühlenstraße/Gartenstraße erhalten. Die Anrufer berichteten von zwei Gruppen von Jugendlichen und Heranwachsenden, die sich eine handfeste Auseinandersetzung lieferten. Dabei sollten auch Reizgas, ein Messer und ein Holzknüppel eingesetzt worden sein. Mehrere Personen seien bereits verletzt.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei gerieten zwei Gruppen von jungen Männern an der Brucknerallee in Streit. Wie Polizeisprecher Willy Theveßen gestern betonte, handelte es sich nicht um Flüchtlinge. „Die Gruppe ist nur an der Unterkunft vorbeigelaufen“, sagte er. Der Streit zwischen einer Gruppe von gebürtigen Mönchengladbachern aus Rheydt mit Migrationshintergrund und einer Gruppe von niederländischen Staatsangehörigen aus Afrika, die in Westend und Holt wohnen, eskalierte dermaßen, dass die fünf Jugendlichen und Heranwachsenden aus Rheydt zwischen 15 bis 19 Jahren auf ihre Kontrahenten mit Axtstielen und Messern losgingen. Die Angegriffenen flüchteten über die Mühlenstraße in Richtung Gartenstraße. Die fünf Rheydter verfolgten sie.

An der Ecke Mühlen-/Gartenstraße trafen die Flüchtenden auf eine Streifenwagenbesatzung, die zufällig dort stand. Die Beamten stoppten die Verfolger und leiteten erste Rettungsmaßnahmen ein. Zusammen mit schnell eintreffenden Unterstützungskräften konnten die fünf festgenommen werden. Im Internet kursierte gestern ein Video, das mehrere von Polizisten fixierte Männer am Boden zeigt.

Notarzt und Rettungssanitäter versorgten den schwer verletzten 18-Jährigen aus dem Westend und einen leicht verletzten 21-Jährigen aus Holt. Beide wiesen Messerstiche auf. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus eingeliefert, wo der 18-Jährige notoperiert wurde.

Aufgrund der schweren Verletzungen des 18-Jährigen wurde der Sachverhalt von der Staatsanwaltschaft als versuchter Totschlag gewertet. Zu dem Hintergrund der Streitigkeiten müssen zunächst noch Vernehmungen und Ermittlungen durchgeführt werden, hieß es seitens der Polizei.