Nur noch ein Finanzamt

Nur noch ein Finanzamt

Notdienste, Umzug und Start im fusionierten Amt im Überblick.

Mönchengladbach. Die 372 Beschäftigten der Finanzämter Stadtmitte und Rheydt sitzen bereits auf halb gefüllten Kartons. Der Countdown für den Umzug in das neue, gut 17 Millionen Euro teure Amt im Nordpark läuft also. Ab 10. Februar, und dann noch als "Notdienst", werden hier die ersten Kunden erwartet. Folge der Fusion "aus zwei mach eins" bzw. Computer-Umstellungen: Alle Gladbacher erhalten eine neue Steuernummer.

Künftig gibt es nur noch ein Finanzamt. Es ist das drittgrößte in NRW. Auch die Konzern- und Betriebsprüfung (zirka 150 Bedienstete) zieht ins "Finanzamt Mönchengladbach, Am Hockeypark 2, 41179 MG". Die Telefonnummer des Stadtmitte-Amtes wird übernommen: 02161/1890.

Die Stadtmitte- und Rheydt-Mitte-Finanzämter sind ab dem 26. Januar geschlossen. In beiden Gebäuden ist bis zum 6. Februar, 12 Uhr, ein Notdienst-Team für Steuerzahler da. Ab 10. Februar läuft der Betrieb im Neubau mit rund 5500 Quadratmetern Bürofläche an. Aber erst einmal provisorisch.

Erst einmal moderne Büros für die Beamten und Angestellten. Eine Service-Stelle mit Infotheke. Die Aufzüge sind noch nicht komplett geschaltet. Die Firma ging pleite. In mehreren Büros arbeiten auch nach dem offiziellen Start - voraussichtlich am 16.Februar - die Handwerker. Die Kantine ist auch für Finanzamts-Kunden offen. Der große Gebäudekomplex ist barrierefrei angelegt, Blinde und Rolli-Fahrer sollen sich zurechtfinden können.

Service- und Info-Bereich: montags bis mittwochs, 7 bis 12, donnerstags 7 bis 17 Uhr. Übrige Stellen: montags bis mittwochs, 8.30 bis 12, donnerstags 8.30 bis 12, 13.30 bis 15 Uhr. Freitags geschlossen.

Obwohl lange bekannt ist, dass ein Großfinanzamt entsteht, sind die Buslinien dorthin nicht genehmigt. Geplant: Linien 7, 17 ab Europaplatz/Hbf bis Aachener Straße bzw. Buspark-Platz am Stadion. Rheydt, ab Marienplatz, Busverbindung im Einstundentakt mit etwa 18-minütiger Fahrzeit bis zum neuen Amt. 162 Parkplätze stehen Mitarbeitern zur Verfügung. Auf weiteren 168 Stellflächen (P 4 am Buswendeplatz) können auch Kunden parken.

Das Gebäude Stadtmitte, Kleiststraße, hat Projektentwickler ECE für das geplante Shoppingcenter gekauft, das an der Wilhelm-Strauß-Straße die Stadtentwicklungsgesellschaft für Stadtbüros.

Michael Börner ist Chef im Neubau, seine Stellvertreterin Elisabeth Grippenkoven. Nach wie vor gibt es in der Bevölkerung, aber auch unter den vielen Mitarbeitern Vorbehalte wegen des Standorts. "Er ist nicht zentral und daher ungünstig", kritisiert Holger Klonisch vom Personalrat der Finanzverwaltung.

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