Notfallplan für Mönchengladbach Anlaufstellen für Bürger bei Blackouts

Mönchengladbach · Sollte in Mönchengladbach flächendeckend der Strom ausfallen in der Energiekrise, bereitet die Verwaltung derzeit ein Krisenszenario vor. Dazu gehören „Leuchttürme“ als Anlaufstellen für Bürger. Die sind aber noch gar nicht notstromversorgt.

Auf Stromausfälle bis zu 72 Stunden wird sich vorbereitet.

Auf Stromausfälle bis zu 72 Stunden wird sich vorbereitet.

Foto: dpa/Nicolas Armer

(angr) Die Stadt bereitet sich auf auf einen Blackout, also einen flächendeckenden Stromausfall im Winter, vor. Unter anderem soll es „Leuchttürme“ im ganzen Stadtgebiet geben, die der Bevölkerung als Anlaufpunkte dienen, wenn es infolge des Ukraine-Krieges zu einer Gasmangellage und einem längeren, flächendeckenden Stromausfall kommen sollte. Das kündigte Oberbürgermeister Felix Heinrichs am Mittwoch im Stadtrat an. Die Stadt will dazu in den kommenden Tagen genauere Details nennen. Bisher bekannt ist, dass zu diesen Leuchttürmen in erster Linie die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr gehören werden. Das sind insgesamt 18 Standorte, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr gibt es in Beckrath, Broich, Buchholz, Giesenkirchen, Hardt, Herrath, Günhoven / Kothausen, Neuwerk, Odenkirchen, Rheindahlen, Rheydt, Schelsen, Stadtmitte, Wanlo, Wickrath, Wickrathberg, Wickrathhahn und Woof. Sie sollen als Anlaufpunkte für die Bevölkerung dienen, an denen die Menschen Informationen zur Lage erhalten und auch Notrufe absetzen können. Allerdings sind davon noch gar nicht alle auf einen Blackout vorbereitet, wie Heinrichs im Stadtrat sagte: „Diese Standorte sind derzeit nicht ausreichend notstromgesichert.“ Bei den Gerätehäusern solle es aber nicht bleiben, sagte Heinrichs. Noch stünden aber nicht alle „Leuchttürme“ fest. „Wir arbeiten aktuell mit der Feuerwehr und den Bereichen Kita und Schule an einer Bevölkerungsinformation, welche Einrichtungen im Fall eines längeren Stromausfalls bis zu 72 Stunden wie geöffnet sind und wo es im Stadtgebiet Anlaufpunkte für die Bevölkerung gibt.“ Wie etwa Kindertagesstätten und Schulen im Ernstfall zur Notbetreuung weiter geöffnet sein werden, befinde sich ebenfalls noch in der Klärung. Da gebe es keine einheitlichen Vorgaben vom Land. Das Führungs- und Lagezentrum der Feuerwehr selbst, in dem auch der Krisenstab der Stadt tagt, ist auch für den Notfall mit Strom versorgt. Das soll auch für mindestens einen Standort der Stadtverwaltung gelten: „Mindestens ein Standort der Verwaltung wird mit einem Notstromaggregat versorgt, damit es notstromversorgte Arbeitsplätze gibt.“ Wenn es zu einem flächendeckenden Stromausfall kommt, dann sollen zudem die Aufgabenbereiche mit Personal gestärkt werden, die dazu dienen, dass die öffentliche Infrastruktur und die Ordnung aufrecht erhalten bleibt. Heinrichs sagte weiter, der Krisenstab habe überdies mit den besonders relevanten Einrichtungen der kritischen Infrastruktur die Stromversorgung für den Notfall geklärt.