Neuer Hanger findet schon vor Eröffnung viel Anklang

Neuer Hanger findet schon vor Eröffnung viel Anklang

Die Mischung aus gehobener Veranstaltungsstätte und lebendigem Museum wird am 21. Juni eröffnet.

Ausgerechnet in Köln: Dort, auf dem früheren Flughafen Butz-Weilerhof, hätte die Ju 52 des Rheydter Pioniers Hugo Junkers um ein Haar ihre letzte Ruhestätte als Museumsstück gefunden. Doch die Pläne scheiterten, „und dann kam die EWMG mit der Idee eines Hugo-Junkers-Hangars um die Ecke“, sagt Karl Gottwald vom Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge (VfL).

2009 war das. Sechs Jahre später, am Sonntag, 21. Juni, 10 bis 18 Uhr, wird der Hangar als Mischung aus lebendigem Museum und gehobener Veranstaltungsstätte nun eröffnet. Und das mit der „Tante Ju“, die nicht nur ehrfürchtig bestaunt werden darf und langsam einstaubt, sondern auch künftig fliegen wird. Sponsor Rimowa und die schweizerische Ju-Air werden vom Gladbacher Flughafen aus regelmäßig Rundflüge anbieten.

Noch wird in und an der 2000 Quadratmeter großen Halle, die 1200 Gäste fasst, intensiv gearbeitet. Doch schon jetzt ist erkennbar: Das „Gate 1“, die Halle, in der die Ju stehen wird, und die darüberliegenden Tagungsräume „Gate 2/3/4“ bieten eine einzigartige Atmosphäre. Davon waren auch die Fördermittelgeber — der Hangar ist das am höchsten geförderte Einzelprojekt des NRW-EU-Ziel-2-Programms „Erlebnis NRW“ — überzeugt, die 80 Prozent der Kosten von 4,6 Millionen Euro tragen.

Auch Betreiber Thorsten Neumann vom Caterer Noi! sieht große Resonanz auf sich zukommen: „Es gibt schon Buchungen für Abibälle, Hochzeiten, Firmenveranstaltungen — aus ganz Deutschland, aber auch international.“ Auch ein Resultat der selbstbewussten Außenwerbung: David Bongartz von der Event-Hangar GmbH hat das Projekt zuletzt auf etlichen Messen vorgestellt.

Doch auch für die Gladbacher Öffentlichkeit soll der Hangar zur Anlaufstelle werden: Immer sonntags von 11 bis 18 Uhr stehen seine Türen offen, VfL-Mitglieder führen und erklären, es wird thematische Veranstaltungen geben. Und es wird geflogen. „Bis September kombinieren wir das am letzten Sonntag des Monats mit unseren Oldtimer-Fly-ins“, sagt Ruth Witteler-Koch vom Flughafen-Förderverein.

Doch nun steht erst einmal die Eröffnung an, und die soll pompös werden. Und dürfte so gut besucht sein, dass alle Beteiligten dazu raten, mit Linienbus, Shuttlebus (vom Real-Parkplatz) oder Fahrrad anzureisen. Die Parkplätze werden an jenem Sonntag kostenpflichtig sein.

Ju-Rundflüge sind bereits ausgebucht, doch zahlreiche weitere Oldtimer stehen zusätzlich dafür bereit. Es gibt Vorträge, Filmvorführungen und Musik, der VfL zeigt das Leitwerk einer Junkers F13 und einen alten, ebenfalls von Junkers gebauten Gasbadeofen.

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