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Neuer Ärger um Auto im Polizei-Look

Neuer Ärger um Auto im Polizei-Look

Die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges ist erloschen. Halter René Theuerzeit sagt aber, die Stadt hätte ihn darüber nicht informiert.

Ein Auto in Blau und Silber mit gelben Leuchtstreifen und einem Warnlicht auf dem Dach — hört sich nach Polizeiauto an. Ist es in diesem Fall aber nicht, und deshalb gab es auch Ärger, der jetzt wohl ein gerichtliches Nachspiel haben wird. Der beschriebene Wagen gehört René Theuerzeit, der als ehrenamtlicher Wildvogelretter unterwegs ist. Deshalb steht auf dem Auto auch Wildvogelrettung und nicht Polizei. Dennoch gab es Beanstandungen: So teilte die Stadt mit, dass bei ihr eine Anzeige der Polizei gegen den Wildvogelretter vorlag, weil er das Landeswappen unerlaubt nutzte. Theuerzeit entfernte das Landeswappen vom Fahrzeug. Das Verfahren wurde eingestellt.

Ebenfalls getadelt wurde das gelbe Warnlicht auf dem Dach des Autos. Der Rheydter hatte es angebracht, weil er bei nächtlichen Einsätzen zweimal beinahe umgefahren worden wäre, wie er sagt. Doch Warnlichter dürfen nur auf den Dächern von Rettungs- und Bergungsfahrzeugen angebracht werden. Ende Januar war René Theuerzeit von der Zulassungsstelle der Stadt Mönchengladbach angeschrieben worden. Dies sei aufgrund einer Mitteilung des Kreises Viersen geschehen, teilte diese mit. Wegen dieser Beanstandung trennte Theuerzeit das Anschlusskabel für das gelbe Rundumlicht ab. Doch dieses Mal wurde das Verfahren nicht eingestellt. Der Rheydter, dem nach eigenen Angaben in den USA ein Ehrendoktertitel verliehen wurde („Der hat aber nichts zu tun mit meiner Tätigkeit als ehrenamtlicher Wildvogelretter“), hatte das Kabel wohl zu spät durchtrennt. Deshalb war auch ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Der Grund: René Theuerzeit sei vorsätzlich mit einem Auto gefahren, dessen Betriebserlaubnis erloschen sei.

Der Wildvogelretter: „Die Stadt hatte zwar angedroht, die Betriebserlaubnis für meinen 13 Jahre alten Renault zu entziehen. Aber ich habe nie eine Mitteilung gekommen, dass dies geschehen sei.“ Also legte René Theuerzeit Widerspruch ein. Die Folge: Die Stadt gab die Akte weiter an die Staatsanwaltschaft. Der Rheydter ärgert sich, arbeitet aber weiter als Wildvogelretter. Zurzeit betreut er eine kleine Kanadagans.