Nach Großbrand in Mönchengladbach: Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Ermittlungen aufgenommen : Nach Großbrand in Mönchengladbach: Feuerwehr warnt weiterhin Anwohner

Nach dem verheerenden Großbrand in Mönchengladbach hat die Polizei ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ein Vorfall störte die Beamten jedoch bei ihrer Arbeit. Die Löscharbeiten dauern an.

Nach dem verheerenden Großbrand in Mönchengladbach hat die Polizei ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Dabei kam am Mittwochnachmittag auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Die Feuerwehr setzte für ihre Löscharbeiten eine Drohne ein.

Neben diesen beiden Fluggeräten sei jedoch plötzlich eine private Drohne aufgetaucht, die den Brandort überflogen habe, meldet die Polizei am Nachmittag. Die Beamten hätten den Besitzer in der Nähe auf einem Parkplatz ausgemacht, von wo aus er die mit einer Kamera ausgestattete Drohne steuerte.

Dem 42-jährigen Mönchengladbacher untersagten die Beamten einen erneuter Einsatz der Drohne ausdrücklich. Zudem wurde ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr eingeleitet.

Feuerwehr löscht weiter Glutnester

Immer noch findet die Feuerwehr unzählige Glutnester unter dem Brandschutt. Auch für den Freitag werden weitere Arbeiten mit Unterstützung eines Baggers erwartet. Bis zum Abschluss der Maßnahmen empfiehlt die Feuerwehr auch weiterhin, Fenster und Türen der umliegenden Gebäude geschlossen zu halten.

„Da kokelt und qualmt es immer noch“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmorgen.

Der Brand war am frühen Mittwochmorgen in dem Gebäudekomplex mit einer Schreinerei und mehr als zehn weiteren Betrieben ausgebrochen. Laut einem Feuerwehrsprecher brannte es auf einer Fläche von 9000 Quadratmetern - das ist größer als ein Fußballfeld.

Die Hitzeentwicklung bei dem Brand war so stark, dass zehn Anwohner aus umliegenden Gebäuden vorübergehend ihre Wohnungen verlassen mussten: Fensterrahmen aus Kunststoff schmolzen und Scheiben zersprangen. Geparkte Autos gerieten durch die starke Hitze in Brand. An einem Haus glühte die Metallverkleidung. Die Feuerwehr war mit bis zu 140 Kräften im Einsatz.

Der Schwerpunkt des Brandes habe in dem holzverarbeitenden Betrieb gelegen, sagte der Feuerwehrsprecher. Darin seien riesige Stapel aus Holz und Pressholz gelagert gewesen. „Das dauert, bis wir die gelöscht haben“, sagte er.

(dpa)
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