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Mönchengladbach: Zahl der Waffen in privaten Haushalten steigt

Hohe Dunkelziffer : Zahl der Waffen in Gladbach nimmt zu

Fast 2000 Bürger besitzen derzeit einen kleinen Waffenschein – Tendenz steigend.

Bürger rüsten auf. Auch in Mönchengladbach steigt die Zahl der Waffen in privaten Haushalten. Nach Polizeiangaben waren 12 712 meldepflichtige Waffen bis 1. September 2019 in Mönchengladbach registriert, das sind 500 mehr als noch vor zwei Jahren. Das hört sich zuerst einmal viel an. Aber im Jahr 2009 waren in der Vitusstadt noch rund 14 000 scharfe Waffen gemeldet. Damals waren etwa 5000 Waffenbesitzer registriert, heute sind es 2721. Und in Solingen, einer Stadt, in der etwa 100 000 Menschen weniger als in Mönchengladbach leben, sind aktuell rund 13 000 Waffen bei der Polizei registriert. Wie viele Revolver, Butterfly-Messer und Schlagstöcke sich tatsächlich in Mönchengladbacher Wohnungen befinden, weiß niemand so genau.

Die Dunkleziffer ist bei
diesem Thema hoch

Die Dunkelziffer ist bei diesem Thema groß. Als nach dem Amoklauf in Winnenden in Deutschland das Waffengesetz verschärft wurde, ging man bei der Polizei davon aus, dass sich 45 000 gefährliche Angriffs- und Verteidigungsmittel illegal in Mönchengladbacher Haushalten befinden. Darunter war sicher auch das ein oder andere Luftgewehr, mit dem der Großvater früher auf Tauben schoss und das vergessen im Keller lag. Damals wie heute können Bürger geerbte Waffen, für die man einen Berechtigungsschein braucht, bei der Polizei abgeben. Doch scharfe Waffen einfach ins Auto laden und losfahren – das geht nicht, wenn man keinen Berechtigungsschein besitzt. Wer meldepflichtige Pistolen oder Messer abgeben möchte, sollte sich vorher bei der Polizei
informieren.

Nicht meldepflichtig sind so genannte Signal-, Reizstoff- und Schreckschusswaffen. Zumindest so lange sie zu Hause in der Schublade liegen. Wer sie zur Gefahrenabwehr in Notfällen mit sich führen will, braucht einen kleinen Waffenschein.

In Mönchengladbach haben nach Polizeiangaben aktuell knapp 2000 Bürger diesen Waffenschein. Landesweit nimmt die Zahl derjenigen, die diese Erlaubnis beantragen zu.