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Mönchengladbach: Wer wird der härteste Feuerwehrmann

Wettkampf in Mönchengladbach : Feuerwehrleute kämpfen um den Titel

Wer den Wettbewerb am Elisabeth-Krankenhaus gewinnt, ist „Toughest Firefighter Alive“.

„Toughest Firefighter Alive“ (TFA) heißt übersetzt soviel wie „der härteste, lebende Feuerwehrmann“. Dahinter steckt ein internationaler Feuerwehr-Sportwettkampf, bei dem die Teilnehmer an ihre körperlichen Grenzen gehen. Der Wettbewerb wurde in den Vereinigten Staaten entwickelt. Armin Taube, der früh verstorbene Mönchengladbacher Feuerwehrmann, holte den Wettbewerb 1988 nach Deutschland. Seitdem kämpfen hier regelmäßig Teilnehmer um die Feuerwehr-Europameisterschaft.

Für den Wettkampf am 8. und 9. Juni am Elisabeth-Krankhaus haben sich bereits rund 300 Feuerwehrleute aus Dänemark, Norwegen, Estland, Polen, Tschechien, Großbritannien, Österreich und Deutschland Startplätze gesichert. Und es sind nicht nur Männer, die sich den kraft- und atemraubenden Aufgaben stellen. Auch Frauen sind dabei, und auch ihr Motto lautet: „Lieber sterben, als aufgeben“.

Die Teilnehmer müssen Gewichte tragen und Schläuche ziehen

Joachim Posanz gehört zu den härtesten Feuerwehrleuten der Welt. Wie man das werden kann, darüber hat der Hauptbrandmeister der Berufsfeuerwehr Göttingen ein Buch geschrieben. Es heißt „Fit for Fire“ und beschreibt ein aus dem Feuerwehrsport abgeleitetes, selbst entwickeltes Workout-Training für alle Berufskollegen, aber auch alle Fitnessbegeisterten jedes Leistungsniveaus. „Viele der Übungen lassen sich zwischendurch, überall und zu jeder Zeit durchführen“, sagt Joachim Posanz, der 2010 in Südkorea beim Wettkampf „Toughest Firefighter Alive“ als erster Deutscher überhaupt Weltmeister wurde. Zwei Jahre später wiederholte er in Australien seinen Triumph. 2005 und 2013 wurde Posanz überdies Europameister in dieser Disziplin. Und ab Pfingstsamstag will er in Mönchengladbach zeigen, dass er zu den Besten gehört. Aber die Konkurrenz ist hart und die Übungen sind mörderisch. Neben Schlauch ziehen, einer Eskaladierwand hochklettern, Leitern aufstellen und Gewichte in die zweite Etage tragen müssen die Teilnehmer mindestens 15 Stockwerke im Elisabeth-Krankenhaus hinauflaufen.

Zuschauer können das alles an zwei Tagen live verfolgen. Aber nicht nur der Wettbewerb bietet Unterhaltung: Ein Höhepunkt im Rahmenprogramm wird ein Kinder-TFA sein, der von der Kinderfeuerwehr Mönchengladbach angeboten wird. Zusätzlich stehen auf dem Wettbewerbsgelände am Elisabeth-Krankenhaus Hüpfburgen und Spielgeräte bereit, die auf das Thema Feuerwehr zugeschnitten sind. Für die „großen“ Besucher ist eine Ausstellung mit verschiedenen amerikanischen Feuerwehrfahrzeugen vorbereitet. An beiden Tagen starten Wettbewerb und Rahmenprogramm um 9 Uhr. Am Samstag wird bis etwa 18 Uhr gekämpft, Sonntag bis circa 17 Uhr. Die Ehrenamtstour.NRW besucht den TFA am 8. Juni von 14.30 bis 17.30 Uhr. Besucher erhalten am Aktionsstand die Gelegenheit, Anregungen und Hinweise zu den Rahmenbedingungen für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement insgesamt zu geben.

Weitere Informationen und Fotos zum Wettbewerb gibt es unter:

www.tfa-germany.de