Adventszeit in Mönchengladbach Wie Weihnachtsmärkte den Einzelhandel ankurbeln

Mönchengladbach · Das Kaufverhalten bleibt in der zweiten Adventswoche verhalten. Der Handelsverband stellt aber fest, dass geschmückte Innenstädte einen Vorteil bringen.

Auf der Hindenburgstraße in Gladbach sind auch Stände des Weihnachtsmarkts aufgebaut. (Archivfoto)

Auf der Hindenburgstraße in Gladbach sind auch Stände des Weihnachtsmarkts aufgebaut. (Archivfoto)

Foto: Carsten Pfarr

(capf) Die Nikolauseinkäufe können den Unterschied nicht machen. Die zweite Adventswoche lief aus Sicht der Einzelhändler eher mittelmäßig. Nach den Schnäppchentagen „Black Friday“ und „Cyber Monday“ ist die Einkaufslaune der ohnehin auf den Preis achtenden Kunden wieder gedämpft. Gerade zum Ende der Woche war es ruhig, heißt es vom Handelsverband, der in der Vorweihnachtszeit verstärkt auf die Entwicklungen des Einzelhandels blickt. „Da ist noch Luft nach oben. Unsere Hoffnung liegt nun auf den nächsten zwei Wochen“, sagt Pressereferentin Carina Peretzke im Gespräch.

Der aktuellen Umfrage des Verbands zufolge gehen gerade verstärkt Artikel über die Theke, die nicht in den Geschenkbereich fallen: Dekoartikel zum Beispiel oder Küchenelektrogeräte. „Das sind wahrscheinlich Eigenbedarfskäufe zur Vorbereitung auf das Weihnachtsfest“, ordnet Peretzke ein. Wenn es um Präsente geht, werden zwei Extreme bedient: „Bücher und Kalender laufen gut“, sagt Peretzke. Dazu kommen personalisierte Produkte oder direkt Selbstgebasteltes. Dem entgegen steht auch der gut laufende Verkauf von so genannten „Premiumartikeln“ wie Smartphones oder Spielekonsolen.

Das Kaufverhalten der Mönchengladbacher liege im Querschnitt des Rheinlands, sagt Peretzke. Die Frequenz am Samstag sei von den Händlern als „ganz gut“ bewertet worden. Die Vitusstadt hat aber auch den Vorteil, dass beide Innenstädte Weihnachtsmärkte zu bieten haben. „Was wir in den Gesprächen deutlich feststellen, ist die Relevanz von Beleuchtung und Weihnachtsmärkten als Frequenzbringer“, so die Referentin. Wo die „empfundene Aufenthaltsqualität“ durch Lichter und Co. erhöht ist, fiel das Kundenaufkommen trotz Regens weniger stark ab.

Weitere Frequenzbringer können verkaufsoffene Sonntage sein, wie am zweiten Advent in Rheindahlen und am dritten Advent (17. November) in Rheydt. „Wenn es Aktionen gibt und die Händler zum Beispiel mit Dekoration oder einem Glühwein locken, dann wir das Angebot gut angenommen“, sagt Peretzke. Verkaufsoffene Sonntage würden ein „Einkaufserlebnis“ erzeugen, das für Kunden immer mehr an Bedeutung gewinne.

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