Trotz Schuldenhaushalt in Mönchengladbach Ampel-Mehrheit will Verhütungsmittel bezahlen

Mönchengladbach · Frauen mit wenig Einkommen sollen künftig Kosten für Langzeit-Verhütungsmittel erstattet bekommen. Die Ampel folgt damit einem Vorschlag der Schwangerenberatungsstellen und dem Beispiel anderer Kommunen.

 Das Angebot der Schwangerenberatungsstellen richtet sich an Frauen mit geringem Einkommen.

Das Angebot der Schwangerenberatungsstellen richtet sich an Frauen mit geringem Einkommen.

Foto: dpa/Felix Heyder

Frauen in Mönchengladbach, die bedürftig sind aber keine Leistungen vom Jobcenter beziehen, sollen künftig Verhütungsmittel bei den Familienberatungsstellen kostenfrei bekommen können. Dafür soll ein Verhütungsmittelfonds eingerichtet werden, der jährlich bis 2027 mit 25 000 Euro von der Stadt gefüllt wird. Darauf haben sich die Ampel-Fraktionen im Stadtrat SPD, Grüne und FDP verständigt. Dieser neue Posten soll im Haushalt für 2024 aufgenommen werden, wie aus dem Haushaltsantrag der Ampel-Mehrheit hervorgeht. Darüber entscheidet in letzter Instanz der Stadtrat im Dezember, derzeit gehen die Haushaltsberatungen aber schon durch alle Bezirksvertretungen und Ausschüsse, in denen SPD, Grüne und FDP in der Regel die Mehrheit haben.