Nach dem Tod seines Kindes auf Klassenfahrt Emilys Vater will eine Diabetes-Stiftung gründen

Mönchengladbach · Der Prozess mit den vielen emotional aufwühlenden Momenten steckt Kay Schierwagen noch in den Knochen. Im Gerichtssaal erlebte er noch einmal das Leiden seiner Tochter, die auf Klassenfahrt starb. Zwei betreuende Lehrerinnen wurden verurteilt, der Vater hat ein neues Ziel.

 Kay Schierwagen fährt beinahe jeden Tag von Duisburg zum Grab seiner Tochter Emily in Holt. Nach dem Urteil im Gerichtsprozess war er ebenfalls dort.

Kay Schierwagen fährt beinahe jeden Tag von Duisburg zum Grab seiner Tochter Emily in Holt. Nach dem Urteil im Gerichtsprozess war er ebenfalls dort.

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Eine Stunde nach dem letzten Verhandlungstag am Landgericht Mönchengladbach war Kay Schierwagen wieder am Grab seiner Tochter auf dem Holter Friedhof. „Ich musste ihr doch alles erzählen“, sagt der 48-Jährige, „dass ihre Lehrerinnen wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen zu Geldstrafen verurteilt wurden“. Kay Schierwagen ist sehr zufrieden mit dem Richterspruch: „Ich finde, er ist richtungsweisend. Die Verurteilung zeigt, dass man sofort einschreiten muss, wenn es einem Kind schlecht geht“.